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Hagenower Kreisblatt

24. August 2017 | 01:14 Uhr

Zarrentin : Nachwuchs-Not bei Lebensrettern

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

DLRG Zarrentin hat zu wenig Mitglieder mit Rettungsschwimmerausbildung. Wittenburgs Badeteich wird diesen Sommer verkürzt bewacht

Wenn die Fahne der DLRG im Wind weht, sind die Rettungsschwimmer nicht weit. Sie sichern den Strand ab, haben ein Auge auf jeden Badegast. Um die Sicherheit an den Seen auch gewährleisten zu können, kann die DLRG Wasserrettung Zarrentin in diesem Jahr jedoch nur eingeschränkt im Naturbadeteich in Wittenburg vor Ort sein. Es fehlt schlichtweg an Vereinsmitgliedern. „Es ist einfach schwierig, Jugendliche zu bekommen, die darauf Lust haben“, erzählt der Vereinsvorsitzende Mathias Jahnke.

Derzeit zählt die Jugendmannschaft 19 Kinder – zwölf Mädchen und sieben Jungs. Ab 14 Jahren dürfen die Jugendlichen mit in den Dienst, ab 18 Jahren aber den Strand erst voll absichern. Und genau dieses Alter ist Mangelware. „Uns fehlen derzeit komplett zwei - drei Jahrgänge“, berichtet Rettungsschwimmer Mathias Meier. Nach der Schule würden viele Mitglieder die Region verlassen, zum Arbeiten oder Studieren in eine andere Stadt ziehen.

Jeder Strand wird mit mindestens zwei Rettungsschwimmern besetzt, an den Wochenenden, wenn wirklich viel los ist, sogar mit drei bis vier Mann. In den Sommermonaten könne der Verein die Anzahl an Lebensrettern einfach nicht mehr aufbringen, damit die Strände in Zarrentin und Wittenburg rund um die Uhr abgesichert sind. Daher wurden für diese Badesaison neue Anwesenheitszeiten vereinbart: Außerhalb der Ferien ist der Wachpunkt in Wittenburg von 14 bis 19 Uhr und am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 20 Uhr besetzt. In den Ferien wird der Strand von 13 bis 20 Uhr in der Woche und am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 20 Uhr abgesichert. In Zarrentin sind die Rettungsschwimmer von 14 bis 19 Uhr in der Woche und von 10 bis 19 Uhr am Wochenende unterwegs. In den Ferien bewachen sie den See täglich von 10 bis 19 Uhr. Hinzu kommen Erste-Hilfe-Einsätze, Schwimmkurse für Kinder sowie Sani-Absicherungen bei Veranstaltungen wie beim Neptunfest am vergangenen Wochenende in Zarrentin.

Die Kurse für eine Rettungsschwimmer-Ausbildung laufen über die Wintermonate. Es gebe aber auch die Möglichkeit, die Prüfungen über den Sommer zu absolvieren. „Wer Lust hat, kann sich gerne bei uns melden. Platz ist genug da“, so Jahnke. Dazu haben Mitglieder auch die Möglichkeit, ihren Tauchschein in Zarrentin zu machen. „Taucher werden bei uns immer gesucht.“ Sie gehören dann mit zur Schnellen Einsatzgruppen Wasserrettung (SEG-WR). Die DLRG Zarrentin sei mittlerweile fast der einzige Verein in ganz Mecklenburg-Vorpommern, der noch Taucher ausbilde. Weitere Informationen über die DLRG und zur Rettungsschwimmer-Ausbildung gibt es auch im Internet und bei Facebook.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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