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Dodow: täglich bis zwei Millionen Getränke-Einheiten : Nachschub-Ort für durstige Kehlen

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"Bei uns gehen pro Tag zwischen anderthalb bis zwei Millionen Einheiten vom Band. 80 Prozent davon unter Handelsmarken. An Mineralwasser produzieren wir jährlich 75 Millionen Liter".

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erstellt am 02.Aug.2013 | 10:59 Uhr

Dodow | Durst sei schlimmer als Heimweh, behauptet jedenfalls der Volksmund. Das ist zwar wissenschaftlich nicht haltbar, aber wenn die Kehle trocken wird, greifen wir liebend gern nach kühlendem Mineralwasser, Nektaren, fruchtsafthaltigen Säften, Eistees oder Limonaden.

"Bei uns gehen pro Tag zwischen anderthalb bis zwei Millionen Einheiten vom Band. 80 Prozent davon unter Handelsmarken. An Mineralwasser produzieren wir jährlich 75 Millionen Liter", erzählt Frank Jehring. Der 55-Jährige ist seit 2002 Mitglied der Geschäftsführung bei riha Wesergold Getränke GmbH & Co. KG, Betriebsstätte Dodow. Der Sommer mache sich auch in der Produktion deutlich bemerkbar, wo derzeit zehn bis 15 Prozent mehr Getränke hergestellt würden, als sonst, sagt der gebürtige Lübtheener weiter. Das Besondere an Dodow sei der eigene Mostobstanbau auf rund 1000 Hektar, die Verarbeitung vor Ort sowie das Pressen der Säfte wie auch die Abfüllung. "Einheimische Produkte wie Äpfel, Karotten und Schwarze Johannisbeeren bauen wir selber an. Der Rest wird dazugekauft. Orangen- und Multisaft sowie Apfelsaft sind die Klassiker. Jährlich werden bei uns etwa 40 000 Tonnen Äpfel verarbeitet. Derzeit vollzieht sich aber auch ein Wandel hin zu Fruchtschorlen aus Trauben, Äpfeln, Pflaumen und Birnen. Der niedrigere Kaloriengehalt dieser Getränke und ein gesundheitsbewusster Trend sind ausschlaggebend", berichtet Jehring, der einst Volkswirtschaft studiert hat.

Das Dodower Werk bilde jährlich zehn neue Lehrlinge zu Fruchtsafttechnikern, Chemielaboranten, Maschinen- und Anlagenfahrern, Mechatronikern und Industriekaufleuten aus, betont Jehring. So befänden sich ständig 25 Lehrlinge in der Ausbildung. Wer wolle und die Leistung bringe, erhalte anschließend auch einen Arbeitsplatz. In der Ferienzeit würden auch 20 Schüler sich etwas Geld dazu verdienen können. Dann zeigt Jehring stolz auf den Fuhrpark vor der Tür. "Wir fahren mit 35 eigenen Lkw’s zu den Kunden und mit Speditionen aus der Umgebung schwärmen täglich 80 bis 100 Laster von unserem Betriebsgelände aus." Die Firma liefere nach ganz Deutschland und exportiere unter anderem auch nach Schweden, Dänemark, Polen und den Benelux-Staaten. "Wir arbeiten sechs Monate lang im Vierschicht-Dienst. 450 Bienenvölker zum Bestäuben der Plantagen sind ebenfalls für uns tätig. Als Nebenprodukt liefern sie elf bis 15 Tonnen Honig pro Jahr", weiß Jehring außerdem zu berichten, der seine Arbeitsstätte auch scherzhaft schon mal "einen echten Saftladen" nennt. Und damit ja eigentlich völlig richtig liegt.

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