Rensdorf : Musikalische Genüsse mit Lesungen gewürzt

Mit zwei Lesungen bereicherte Schriftsteller Eckart Kleßmann das Festprogramm.
Mit zwei Lesungen bereicherte Schriftsteller Eckart Kleßmann das Festprogramm.

Festabend mit Sommerkonzert in der Kapelle in Rensdorf / Triosonaten und Gedichte kamen zum Vortrag

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15. Juli 2019, 08:41 Uhr

Die Kapelle in Rensdorf erwachte an diesem Abend aus ihrem Dornröschenschlaf: Dort, wo Autos und Mähdrescher sonst vorüberbrausen, füllten sich die Straßenränder mehr und mehr mit parkenden Autos. Und um 19 Uhr, als der Festabend mit Sommerkonzert und Lesung beginnen sollte, waren nicht nur die Kirchenbänke bis auf den letzten Platz besetzt, sondern auch alle Stühle, die an den Wänden der Kapelle aufgereiht sind. Man musste sogar noch eine Bank an den Eingang stellen, um den letzten der rund 70 Besucher einen Platz geben zu können.

Und so fanden die Musiker des Abends sich rundum von gespannten Zuhörern umgeben - ein bisschen eben wie in der großen „Elphi“ in Hamburg. In dieser überaus familiären Atmosphäre gab es dann einen besonders gelungenen Abend zu erleben.

Auf Initiative des Boizenburger Kantors Jan Oliver Jörgens hatten sich der Oboist Michael Bosch – ein Mitglied der renommierten Akademie für Alte Musik Berlin – und der Bengerstorfer Barockgeiger Uwe Dietsche mit ihm zusammengefunden. Sie spielten nicht nur wunderschöne Triosonaten aus Italien (Corelli), England (Händel) und Deutschland (Telemann) sowie zwei kurze Orgelvorspiele für Orgel und Oboe von Johann Sebastian Bach, sondern führten auch unterhaltsam in ihre nach historischen Vorlagen gebauten Instrumente ein.

Die musikalischen Genüsse wurden gewürzt mit zwei Lesungen des in Bengerstorf lebenden Schriftstellers Eckart Kleßmann. Er führte sehr anschaulich in Leben und Werk des Hamburger Dichters und Senators Barthold Hinrich Brockes ein, der als Zeitgenosse der genannten Komponisten mit ihnen, insbesondere Telemann, auch in engem Kontakt gestanden hatte. Zwei von dessen zahlreichen Gedichten trug Eckart Kleßmann vor.

Nach dem Ende des Konzerts klang der stimmungsvolle Abend aus mit einem Buffet vor der Kapelle, organisiert von Christine Fölsch aus Gehrum und Ursula Schmidt-Diercks aus Nostorf. Und das war etwas, was man nicht mal in der Elphi bekommt.

Eine gute Stunde unterhielt man sich draußen zwanglos bei Wein und liebevoll vorbereitetem Fingerfood. Es war ein Abend, den die Besucher sicher in guter Erinnerung behalten werden.

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