Hagenow : Müll zwischen Kleiderspenden

Die Mitarbeiter des Arbeitslosenzentrums finden zwischen den Kleiderspenden oft Müll.
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Die Mitarbeiter des Arbeitslosenzentrums finden zwischen den Kleiderspenden oft Müll.

Kleiderkammer und Möbelbörse des Arbeitslosenverbandes Hagenow beklagen zunehmende Verunreinigung von Spendencontainern

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13. März 2018, 20:55 Uhr

Regelmäßig ein Mal in der Woche, in Hagenow sogar zwei Mal, leeren Mitarbeiter des Arbeitslosenzentrums Hagenow die Kleider-Spendencontainer. In Hagenow, Wittenburg, Lübtheen sowie in Dammereez, Dersenow, Vellahn, Brahlstorf, Döbbersen, Raguth, Tessin und Püttelkow haben Einwohner die Möglichkeit, in insgesamt 16 Containern des Arbeistlosenverbandes ihre Textilien zu spenden. Wie die Leiterin des Arbeitslosenzentrums in Hagenow, Waltraud Krüger, im SVZ-Gespräch sagte, werden aber immer wieder die Kleiderspenden durch Müll, Unrat und Essensreste verunreinigt.

„Um die Weihnachtszeit war es besonders schlimm. Aber auch über die Woche kommt es immer wieder vor, dass nach den Touren unsere Mitarbeiter verschmutze Textilien feststellen. Vor allem durch die Speisereste werden die Textilien so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie oft nicht mehr aufgearbeitet werden können“, sagt Waltraud Krüger weiter. Es sei einfach ekelig, was einige wenige da als Müll oder vielleicht auch nur zum Spaß in die Kleidercontainer werfen. Dabei sind die Mitarbeiter in den Kleiderkammern des Verbandes gerade auf diese Spenden aus der Bevölkerung angewiesen, weil die Nachfrage der Bedürftigen ungebrochen hoch sei.

„Unsere Vorräte sind so gut wie aufgebraucht. Wir benötigen dringend Spenden, damit wir die Nachfrage der Bedürftigen in den Kleiderkammern in Hagenow, Wittenburg und Lübtheen auch weiterhin befriedigen können. Die Menschen geben ihre Spenden lieber dem Arbeitslosenverband, weil sie wissen, wofür die Kleidung aber auch die Möbel verwerden werden“, sagt Rainer Panzek, von der Möbelbörse. Die Lager sind leer, deshalb bitten die Kleiderkammern vor allem um Kindersachen (Größe 140 bis 164 und ab 158 bis 188), Herrentextilien, Damensachen in großen Größen, Bettzeug, Kinder-, Damen- und Herrenschuhe, Geschirr, Teller, Töpfe, Besteck.

„In letzter Zeit sind wenig Spenden reingekommen, deshalb bitten wir die Öffentlichkeit um Hilfe“, sagt Marion Drenkberg, die Leiterin der Kleiderkammer. Überdies sind auch die Lager in der Möbelbörse leer. Gesucht werden u.a. Küchen, Kleiderschränke, Anbauwände, Kühlschränke und Waschmaschinen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Einrichtungen des Verbandes sind für alle Hilfesuchenden offen, es wird keiner ausgegrenzt. Jeder der um Hilfe bittet, soll sie auch bekommen, ist die einhellige Meinung der Mitarbeiter des Arbeitslosenverbandes. Ein Großteil des Hausrates gehe an Erstausstatter, die sich ihre erste eigene Wohnung einrichten möchten.

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