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Wittenburgs Wahrzeichen : Mühle grüßt wieder am Stadtrand

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

In etwa sieben Monaten Bauzeit wurde Wittenburgs Wahrzeichen saniert/ 700 000 Euro, größtenteils Fördermittel der EU, stecken drin

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erstellt am 26.Dez.2014 | 17:02 Uhr

Sie grüßt wieder am östlichen Ortseingang der Motelstadt Einheimische wie Besucher: die Erdholländerwindmühle. Vor sieben Monaten noch ein bisschen unvorstellbar, jetzt ist es schöne Realität. Die Baumaßnahmen an Wittenburgs Wahrzeichen sind abgeschlossen. Das 1876 errichtete Bauwerk, das Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann Anfang Dezember feierlich der Öffentlichkeit übergab, gehört zu den historisch wichtigsten und weithin sichtbaren Bauwerken der Stadt. In die Komplettsanierung der stadteigenen Mühle aus dem Baujahr 1876 flossen rund 700 000 Euro, größtenteils Fördermittel der EU, wie Projektleiterin Gudrun Morgenstern sagt.

„Ich bin so froh und glücklich darüber, dass die Sanierung fristgemäß fertig geworden ist“, verrät die Stadtobere Seemann kürzlich beim traditionellen Weihnachtsessen gegenüber der SVZ. Für sie sei die Sanierung und Rekonstruktion des historischen Gebäudes immer eine Herzensangelegenheit gewesen.

Zumal sich das Ausmaß der tatsächlichen Schäden erst nach und nach zeigte. Nach dem Öffnen der Baukonstruktion wurd e ein Schadensbild festgestellt, das weit über die vorher gesehenen und angenommenen Bauschäden hinaus ging. Aufgrund ihres schlechten Zustandes mussten beispielsweise alle acht Eckstiele der Mühle erneuert werden. Im Frühjahr setzten Zimmerer aus der Altmark den letzten neun Meter langen Hauptträger. Sie meisterten damit eine handwerkliche Herausforderung, weil ja für die bestehende Konstruktion ständig die Standsicherheit erhalten werden müsse, erzählte der zuständige Planer Norbert Fenske aus Wittenburg.

„Für den Bau bedeutete das erhebliche Mehrarbeit, erhöhte Kosten. Die Zimmerer haben es trotzdem geschafft, den Zeitplan einzuhalten“, lobte Fenske damals gegenüber der Redaktion. Der Einbau der Haupt-Konstruktionsteile war aufwendig. Mit einem Kran wurden die Balken von oben in die Konstruktion eingeführt und an den Zapfen befestigt. „Jeden alten Stiel haben wir herausgeschnitten und den neuen gleich wieder eingesetzt, um die Statik nicht zu gefährden“, erklärte im Frühsommer Zimmermann Heinz-Jürgen Rohbeck.

Mit der wieder funktionstüchtigen Windmühle will die Kleinstadt an der Motel nun eine neue touristische Attraktion für Besucher bieten.

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