zur Navigation springen

Darchau : Motto: „Seht her, die Brücke steht“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Auch ohne Elbquerung feiern etwa 8000 Besucher jenseits und diesseits der Elbe das Brückenfest, um Zusammenhalt zu demonstrieren

von
erstellt am 04.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Das Brückenfest, das ursprünglich als Demonstration zur Notwendigkeit einer festen Elbquerung begonnen hat, feierte gestern seine mittlerweile sechste Auflage. Diese Gedanken und Wünsche werden zum Glück auch ständig wachgehalten. „Heute demonstrieren wir aber den Zusammenhalt, die Gemeinsamkeit und die Begegnung zwischen diesseits und jenseits der Elbe“, freute sich der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde des Amtes Neuhaus, Christian Fabel, dass der Festplatz in Darchau schon bei der offiziellen Eröffnung des Brückenfestes so gut gefüllt war.

Unter dem Motto „Wir zeigen euch, wie es geht, seht her, die Brücke steht“ empfingen am gestrigen 27. Tag der Deutschen Einheit Charis Turlach und Katrin Schnackenbeck vom Organisationsteam „Brücken verbinden Fest“ die mit der Elbfähre „Tanja“ ankommenden Gäste aus Neu Darchau und Umgebung, während sich zeitgleich Beate Wisniewski um die große Schar der Besucher diesseits der Elbe kümmerte und freundlich um Spenden für das Brückenfest bat. Und das nicht eben nur an provisorisch hergerichteten Eingängen, sondern auf zwei liebevoll gebauten Elbbrücken , wie sie die Anwohner der Elbregion wohl schon viele Jahre über ihren Fluss hätten sehen wollen. „Eigentlich entsprangen diese beiden Holzbrücken eher einer Schnapsidee meiner Frau Melanie, um dem Wunsch nach einer Elbquerung Nachdruck zu verleihen“, berichtet Marko Puls vom zehnköpfigen Organisationsteam im SVZ-Gespräch.

Während das erste Brückenfest ursprünglich vor fünf Jahren einmal vom Förderverein „Brücken bauen e.V.“ organisiert wurde, zeichnen sich nunmehr die Männer und Frauen des Organisationsteams in enger Kooperation mit der Gemeinde des Amtes Neuhaus und seiner Bürgermeisterin Grit Richter verantwortlich. Mehr als ein halbes Jahr der intensiven Planungen und Vorbereitungen seien notwendig gewesen, um dieses Volksfest in dieser Qualität auf die Beine zu stellen. „Mit derzeit 25 Ausstellern von beiden Seiten der Elbe kommen wir allerdings so langsam an unsere Grenzen. Viele geben ihre Bewerbung für das nächste Jahr schon direkt nach Beendigung des aktuellen Brückenfestes ab“, freute sich Marko Puls über den zunehmend großen Zuspruch seitens der Händler, aber auch und vor allem der unzähligen Besucher, die den bundesdeutschen Feiertag für einen Ausflug an die Elbe nutzten.

Dabei ließen die Mitglieder des Fördervereins „Brücken bauen e.V.“ auch beim gestrigen 6. Brückenfest nichts unversucht, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und sie über den aktuellen Stand der Brückenpläne zu informieren. „Die im vergangenen Jahr gegründete Arbeitsgruppe ‚Elbquerung’ des Kreistages in Lüneburg hat sich zum Ziel gesetzt, das Planfeststellungsverfahren schnellstmöglich einzuleiten sowie Alternativen und Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen, so dass sich der Kreistag in Lüneburg nochmals dem Vorhaben Darchauer Brücke annimmt“, erklärte Wilhelm Kasten vom Förderverein entschlossen gegenüber unserer Zeitung. Bei zum Glück besten äußeren Bedingungen feierten geschätzte achttausend Besucher nicht nur den Tag der Deutschen Einheit, sondern auch das Brückenfest, wenn zurzeit auch noch ohne Brücke.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen