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Stadtkirche St. Marien Neustadt-Glewe wird saniert : Morsches Kirchendach bald ganz neu

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Es wird gehämmert, genagelt und gesägt. Die Stadtkirche St. Marien Neustadt-Glewe ist zur Zeit eine Baustelle. Das Dachgebälk wird repariert. Experten hatten bei einer Prüfung im Dezember 2011 Schäden festgestellt.

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erstellt am 25.Jul.2013 | 10:47 Uhr

Neustadt-Glewe | Es wird gehämmert, genagelt und gesägt. Die Stadtkirche St. Marien Neustadt-Glewe ist zur Zeit eine Baustelle. Das Dachgebälk wird repariert. Experten hatten bei einer Prüfung im Dezember 2011 Schäden festgestellt.

Dachdecker haben inzwischen die Ziegel auf der Ostseite der Kirche abgenommen. Auf dem Dachboden selbst wurden die äußeren Dielen entfernt. Dadurch sind die quer darunter liegenden Balken sichtbar. Pastorin Silke Draeger erklärt: "Die meisten Balkenköpfe sind total morsch. Doch nicht nur die Köpfe sind betroffen. Der Schwamm hat die Balken von außen nach innen auf etwa 1,5 Meter Länge durchsetzt." Das bedeutet, dass wohl fast alle Balken zumindest auf dieser Länge abgenommen und ersetzt werden müssen. Aber auch im Mauerwerk ist der Schwamm drin. Die betroffenen Stellen müssen ebenfalls saniert werden.

Für Pastorin Silke Draeger ist der derzeitige Umbau natürlich eine ungewohnte Situation. Jeden Dienstag trifft sie sich mit den Bauleitern zur Besprechung. Und dann sind da ja auch noch die ganz normalen Gottesdienste. "Der Innenraum der Kirche sieht doch etwas anders aus als gewohnt", sagt Silke Draeger. "Wir haben den Altar vorgezogen. Dahinter steht ein Gerüst, mit dessen Hilfe die Zimmerleute der Neumühler Bauhütte GmbH derzeit die Kirchendecke abstützen. Die Besucher der Gottesdienste blicken direkt auf das Gerüst. Deshalb ist alles für sie noch ungewohnter als für mich, weil das Gerüst hinter mir steht." Bis zum Herbst soll der Ostteil des Daches fertig saniert sein. 2014 und 2015 werden dann der Mittel- und der Westteil erneuert.

Übrigens ist die Kirche trotz des Umbaus auch für Besucher geöffnet. Die Zimmerleute sind gegenwärtig nicht die einzigen Bauleute im Gotteshaus. Mitarbeiter der Glaserei Brügemann aus Schönfeld Mühle bei Schwerin ersetzen gerade die bisherige Notverglasung von drei Kirchenfenstern durch bemalte Scheiben in Bleifassung. Diese Fenster sollen am 1. September 2013 während eines Gemeindefestes in der Evangelischen Kirchengemeinde feierlich eingeweiht werden.

Und dann freut sich Pastorin Draeger noch auf eine ganz spezielle Sanierung, die auch mit dem Dach zusammenhängt. "Die Wetterfahne funktioniert nicht richtig. Hans-Jürgen Güldenpenning aus unserer Brenzer Kirchgemeinde wird die Stange mit der Fahne abnehmen und alles so herstellen, dass die Wetterfahne wieder ohne Quietschen gangbar ist." Bei der Gelegenheit wird auch die unter der Fahne befindliche Kugel neu vergoldet. Für Letzteres sind Spenden sehr erwünscht. Silke Draeger hat dafür eine Extra-Sparbüchse: Eine von den Lewitzteichen gespendete Schwimmboje, die sie goldfarben bemalt hat und die so der Kugel über dem Dach ähnelt.

Selbstverständlich hofft die Gemeinde auch auf die Spendenbereitschaft von Kirchenbesuchern für die Dachsanierung. Die kostet insgesamt 320 000 Euro. Die Mittel kommen u. a. von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland, aus Kirchenpatronatsmitteln und aus Eigenmitteln der Neustädter Kirche.

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