zur Navigation springen

Hagenower Love-Story : Molly und Hannibal im 7. Himmel

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Kleine Frischlingsdame, die von der Polizei in Hagenow gerettet wurde, hat nun einen Freund gefunden

Manche Geschichten klingen zu schön, um wahr zu sein. So wie die von der kleinen Bache Molly, die vor wenigen Wochen in Hagenow vor dem sicheren Unfalltod auf der Straße von Polizeimeister Marcel Müller gerettet wurde. Doch damit längst nicht genug. Denn die Frischlingsdame sollte unbeabsichtigt noch auf Freiersfüße geraten. Nachdem sie ein paar Tage vom erfahrenen Waidmann Uwe Ohnedorfer in Obhut genommen wurde, hat Molly jetzt einen Mann - genauer gesagt ihren Hannibal. Wie das kam und wo nun beide gemeinsam gewissermaßen im 7. Liebeshimmel schweben, ist eine längere Geschichte - aber wirklich kitschig schön!

Zuerst sah es nämlich gar nicht gut aus für die Zukunft von Molly. Sie war schwach und hatte schon mehrere Tage nicht mehr von der Mutter getrunken, war abgemagert und beinahe dem Tode geweiht. Doch Uwe Ohnedorfer wollte nicht aufgeben. „Als es mit der Milch nicht klappte, habe ich Alternativen gesucht. Obstbrei. Und bei der Banane hat es dann geklappt. Die Kleine fraß endlich. Und dann konnte man zusehen wie sie sich erholte und zu Kräften kam“, so der Pfleger, der die junge Schweine-Lady ein paar Tage aufpäppelte. „Dann kam ein Anruf einer jungen Frau aus Alt Schlagsdorf“, erinnert er sich. Ihr sei ebenfalls ein kleiner Keiler zugelaufen, auch im Frischlingsalter, nur ein paar Wochen auf dem schmalen Buckel. Und da lag es ja nahe, beide zusammenzubringen.

„Molly und Hannibal verstanden sich Aufhieb“, sagt Christiane Voss, die die beiden Wildschweinbabys in Alt Schlagsdorf vorübergehend in ihre Obhut nahm. Vorübergehend deshalb, weil das Aufziehen kleiner Wildtiere ohne entsprechende Maßnahmen eben nicht so leicht sei oder mit erheblichen Aufwänden verbunden. Dabei ginge es gar nicht unbedingt nur um ein Platzproblem, sondern vielmehr darum, Zäune zu errichten. Das hätte etliche tausend Euro Kosten verursacht.

So ging es für Molly und Hannibal direkt in die Flitterwochen - aus denen sie zugegeben nicht zurückkehren, aber direkt ihre neue Heimat finden. Ein Hof in Niedersachsen bietet genug Auslauf für ein tolles Leben als Keiler und Bache. Familie Brüggemann, die sich über ihren genauen Wohnort wegen des Ansturms Neugieriger nicht näher äußern wollte, hat den beiden Rackern ein tolles Zuhause gegeben. Mit künftig 4000 Quadratmetern Auslauf und eventuell sogar noch weiteren „Familienmitgliedern“. Und wer weiß, vielleicht berichten wir ja bald von vielen kleinen Frischlingen, die ebenso „Schwein haben“ wie Molly und Hannibal. Denn es sei durchaus denkbar, dass unsere zwei Frischlinge für die Zucht genutzt würden, um auch in Tierparks mal für frisches Blut zu sorgen, heißt es vom Hof in Niedersachsen, der jetzt Heimat für unser Traumpaar ist.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Jun.2017 | 20:55 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen