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Hagenower Kreisblatt

26. September 2017 | 05:53 Uhr

Hagenow : „Mok dat gaud un holl di fuchtig“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Dank an fünf Hagenower für ihr Engagement/ Ehrenamt-Plattdeutsch-Unterrichtet an der Europaschule war Pilotprojekt und hat Zukunft

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Der Mecklenburger würde in seiner ihm ganz eigenen Sprache sagen: „Dor geit di dat Hart up.“ Was in der Europaschule in Hagenow jetzt mit einem Pilotprojekt für ein halbes Jahr begann, soll Zukunft haben. Plattdeutsch-Unterricht von Hagenower Ehrenamtlern, die sich rührend um ihre Sprache und den Nachwuchs kümmern. Alle drei vierten Klassen wurden im letzten Halbjahr an die niederdeutsche Sprache herangeführt und von Elke Peine, Gerda Hagen, Sylvia Fischer, Edeltraud Hausmann, die zur Dankeschönstunde gestern leider krank war, und Heinz Berg liebevoll betreut.

„Wir wollen uns gern bei allen Fünfen für ihren selbstlosen Einsatz bedanken. Lehrer für Niederdeutsch findet man ja nicht so einfach und es ist fantastisch, dass das Projekt so gut angenommen wurde“, sagt Schulleiterin Sabine Janitz und fügt direkt an: „Das wird auch im nächsten Schuljahr so sein. Im Rahmen der Ganztagsbeschulung werden die fünften Klassen weiter platt snacken“, so die Direktorin.

Und mit welcher Hingabe die Schüler jetzt schon nach einem halben Jahr auf das Niederdeutsche reagiert haben, war in der Dankeschön-Stunde für ihre Lehrer zu hören und zu sehen. Nicht nur mit dem Lied „Dat du mien Leevsten büst“, sondern auch mit einigen kleinen Sketchen und Geschichten up platt konnten sie ihre Mentoren begeistern.

„Das Niederdeutsch ist ein wichtiger Teil unserer regionalen Kultur in Mecklenburg und deshalb wollten wir schon lange daran arbeiten, dass Kinder Zugang zum Plattsnacken bekommen. Mit unseren fünf Senioren haben wir jetzt fabelhafte Lehrkräfte, die sich die Arbeit in den Klassen teilen. Einmal in der Woche haben sie unseren Schülern spielerisch die Mundart beigebracht“, so Sabine Janitz. Dafür gab es natürlich von der Schule auch Geschenke. Denn die Lehrer arbeiten ja allesamt ehrenamtlich. Und auch für den Reporter hatten die Kinder noch einen Gruß up platt parat. „Mok dat gaud un holl di fuchtig!“

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