Preten : Mögliche Sperrung der Brücke droht

Schätzung der Sanierungskosten liegt vor / Pretener wollen auf das Industriedenkmal aufmerksam machen / Brückenprüfung läuft zurzeit

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27. März 2015, 13:04 Uhr

Zurzeit werden in der Gemeinde Amt Neuhaus alle 32 Brücken geprüft. Darunter auch die ehemalige Eisenbahnbrücke in Preten. Man muss davon ausgehen, dass sie nach dieser Prüfung von Fußgängern und Radfahren nicht mehr betreten werden darf. Sie ist stark sanierungsbedürftig.

Die Brücke wurde 1912 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Solange es die Bahnverbindung von Neuhaus nach Brahlstorf gab, fuhren die Züge hier über die Sude. Inzwischen sind Schäden mit dem bloßen Auge erkennbar, sei es an den gemauerten Auflagern, an den Holzbohlen oder an der Stahlkonstruktion selbst. Diplomingenieur Thorsten Knebusch hatte sich angeboten, kostenlos eine Einschätzung des Zustandes der Brücke und der Kosten für mögliche Instandsetzungen zu machen. Die liegen jetzt vor. Er hat die Sanierungsmaßnahmen in drei Gruppen eingeteilt, nämlich in die Maßnahmen, die nötig wären, um den Verfall zu stoppen (rund 111  000 Euro), in die Maßnahmen, die die weitere Nutzung für Fußgänger und Radfahrer erlauben würden (rund 167  000 Euro) und was letztendlich eine umfassende Komplettsanierung kosten würde (577  000 Euro).

Man kann sich nicht vorstellen, dass die Gemeinde für eine Sanierung so viel Geld aufnehmen darf, zumal die Brücke keine Bedeutung für den Verkehr hat. Trotzdem liegt sie vielen Menschen aus dem Amt am Herzen, besonders natürlich den Pretenern. Der Dorfverein will zum Brückentag am 3. Oktober mit Flyern über den aktuellen Stand berichten. Joachim Müller bemüht sich, dass die Brücke als Objekt bei den Tagen der Industriekultur der Metropolregion Hamburg (3. und 4. Oktober) mit aufgenommen wird.

Bewohner aus Preten monieren, dass die Sude im Bereich der Brücke nicht genügend unterhalten wird und durch den Aufwuchs auch Schaden nehmen kann. Die Anfrage beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der für die Unterhaltung zuständig ist, kam schriftlich: weil sie sich im Schutzgebietsteil C befindet, „wird die Sude im Einklang mit den Schutzbestimmungen vom NLWKN nachhaltig bewirtschaftet. Insbesondere der Bereich zwischen den beiden Pretener Brücken (Straßen- und Eisenbahnbrücke) wird besonders schonend unterhalten, da sich dort der Biber angesiedelt hat. Diese genannten angrenzenden Bauwerke werden aber von der Art und dem Umfang der dort durchgeführten Unterhaltungsarbeiten nicht beeinträchtigt.

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