Land muss Richtlinien erlassen : Mit Strategie zur EU-Förderung

Dieter Meyer von der Meyer Consulting, Landesbeauftragte Jutta Schiecke und der Landrat des Landkreises Stade, Michael Roesberg.
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Dieter Meyer von der Meyer Consulting, Landesbeauftragte Jutta Schiecke und der Landrat des Landkreises Stade, Michael Roesberg.

Regionale Handlungsstrategie für neue Förderperiode wurde gestern in Lüneburg vorgestellt / Land muss Richtlinien erlassen

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27. November 2014, 13:36 Uhr

Es geht um viel Geld. Insgesamt 325 Millionen Euro aus den Fördertöpfen der EU können in Projekte der Region Lüneburg in der Förderperiode 2014 bis 2020 fließen. Und ein erster Schritt ist mit der Fertigstellung der Regionalen Handlungsstrategie (RHS) getan. Die wurde gestern in Lüneburg knapp 200 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung in einem der Kinosäle des Filmpalastes vorgestellt.

Die Region Lüneburg stimmt in etwa mit dem ehemaligen Regierungsbezirk überein und umfasst das Gebiet zwischen Cuxhaven im Westen und Lüchow-Dannenberg im Osten. Insgesamt elf Landkreise gehören dazu. „Die Heterogenität der Region war mit die größte Herausforderung in diesem Prozess“, erläuterte Dieter Meyer von der Meyer Consulting GmbH aus Oldenburg.

„Wir haben einen gemeinsamen, kooperativen Prozess hinter uns und ein gutes Produkt entwickelt und hoffen nun, bald in die Umsetzung gehen zu können“, so Jutta Schiecke, die Landesbeauftragte für die regionale Landesentwicklung und zuständig für die Erstellung. Auf Initiative der Landrätekonferenz (alle elf Landräte bzw. Landkreise), deren Vorsitzender Michael Roesberg, Landrat des Landkreises Stade ist, wurde von Beginn an gemeinsam an der Handlungsstrategie gearbeitet. An die hundert Einrichtungen und regionale Akteure waren mit eingebunden, die meisten von ihnen kamen aus der Wirtschaft. Denn die regionale Handlungsstrategie soll dazu beitragen, die Wirtschaftskraft in der Region zu verbessern. Es soll aber auch die Lebensqualität der Menschen in dieser Region verbessert und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse möglichst sicher gestellt werden.

Die Region Lüneburg ist im Sprachgebrauch der EU inzwischen eine „Übergangsregion“. Sie bekommt für den aktuellen Förderzeitraum noch erhöhte Fördermittel, da Rückstände zu den stärker entwickelten Regionen noch nicht völlig ausgeglichen sind. „Wir wollen möglichste viele EU-Fördergelder in Anspruch nehmen, der bürokratische Aufwand ist allerdings groß“, äußerte sich Landrat Roesberg.

Wie immer ist bei der Gewährung von Fördergeldern auch ein Teil Eigenfinanzierung vorgesehen. Der Eigenanteil soll bei 50 Prozent liegen. Da an dieser Stelle schon viele Kommunen die Flügel strecken müssten, will das Land „notleidenden“ Gemeinden noch unter die Arme greifen, damit der Eigenanteil nicht zu hoch wird. Auf jeden Fall wird auch der Mehrwertsteueranteil förderfähig sein, was bisher nicht der Fall war.

Wenn die Förderrichtlinien des Landes vorliegen, kann in die praktische Umsetzung gegangen werden. „Die Verbesserung der Infrastruktur, sowohl der Verkehrsinfrastruktur als auch des Breitbandausbaus halten wir Landräte für essentiell“, so Roesberg abschließend.

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