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Equikinetic in Besitz : Mit „Pferdeflüsterei“ nichts zu tun

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Equikinetic - Neues Trainings-Konzept für elegante Vierbeiner wurde am Wochenende in Besitz vorgestellt. Reiter reagieren begeistert

von
erstellt am 07.Mär.2017 | 11:45 Uhr

Pferde effektiv longieren, um bei ihnen einen Muskelaufbau anzuregen, darum geht es Sonnabend auf dem Hof von Tanja Köhler in der Kurt-Bürger-Straße.

„Reitpferde brauchen eine gute Muskulatur, um uns Menschen tragen zu können und dabei gesund zu bleiben“, fasst Karin Reimers das Anliegen des Tages zusammen. Das Wetter spielt mit, gibt sich frühlingshaft. Equikinetic, ein neues Trainings-Konzept, hat die 13 Reiter und ihre edlen Vierbeiner in Besitz zusammengeführt. Grundsätzlich sei diese Methode für alle Pferde geeignet. Eine gesunde Rückenmuskulatur sei Grundvoraussetzung, um überhaupt einen Reiter tragen zu können.

„Mit Pferdeflüsterei hat das nichts zu tun“, stellt Karin Reimers klar. Die 36-Jährige kommt aus dem Bereich des Westernreitens. Mit Pferden habe sie schon seit Kindesbeinen an zu tun, verrät die seit 2015 in Vellahn Lebende im SVZ-Gespräch. Das Wort Equikinetic setze sich aus Pferd und Bewegung zusammen, erklärt die im Landkreis Güstrow Geborene, die für diesen Kurs aus versicherungsrechtlichen Gründen den Landesverband der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland, kurz VFD, mit ins Boot geholt hat. Sie selbst ist mit ihrer Ponystute „Black Pearl“ angereist. Das mit 1,46 Meter Stockmaß große Tier besitzt sie schon seit 2007. „Das Pferd macht mich erst zum Reiter, es ist für mich ein Partner, den man gesund erhalten möchte. Ich habe die Verantwortung für das Tier. Dieser Gedanke wird besonders im VFD gelebt“, betont die junge Frau, deren langfristiges Ziel ein Wanderritt über mindestens vier Wochen sei.

Cordula Hecht aus Kleinow im Kreis Perleberg ist eine der angereisten Teilnehmerinnen. „Mit 12 Jahren habe ich mit dem Reiten begonnen“, erinnert sich die 57-Jährige, die mit „Tammy“, einer Arravani-Stute, das ist eine griechische Ponyrasse, an dem Kurs teilnehmen möchte. „Ich bin sehr am Muskelaufbau meines Pferdes interessiert, weil es mehr gefahren wird, als geritten“, erklärt die Reiterin, die derzeit viele Wanderfahrten mache.

Um die Frauen mit dieser Materie vertraut zu machen, ist Merle Frank aus Boizenburg angerückt. Seit zwei Jahren ist die 30-Jährige, die sonst als mobile Pferdeostheopatin arbeitet, lizensierte Michael-Geitner-Trainerin. „Er hat diese Art des Longierens und Intervall-Trainings erfunden. Es ist so einfach und für jeden zu lernen“, glaubt die gebürtige Ratzeburgerin. Da die relativ farbenblinden Pferde blau und gelb am besten sähen, setze man Schaumstoffbalken in diesen Farben ein. Denn Pferde bevorzugten harte, glatte Böden. „Auf Schaumstoff zu treten, empfinden sie als unangenehm.“

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