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Wie geht es nach der STichwahl weiter? : Mit Leib und Seele Dorfbewohner

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bernd Ankele neuer Bürgermeister von Wittendörp/Eindeutiges Wahlergebnis hat 60-Jährigen überrascht und für große Freude gesorgt

„Ich möchte all denen meinen persönlichen Dank aussprechen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Besonders dem oder der Unbekannten, die in Eigeninitiative im Vorfeld in Dreilützow Flyer verteilt hat. Da hat sich jemand wirklich einen Kopf gemacht“, sagt ein überglücklicher Bernd Ankele, der für die SPD ins Rennen um das Amt gezogen war. Die Bürger der Großgemeinde trauen mit 561 Stimmen, das sind 56,49 Prozent, dem 60-Jährigen zu, künftig die Geschicke von Wittendörp zu lenken. Die Wahlbeteiligung betrug am Sonntag 41 Prozent. „Mit einer solchen Eindeutigkeit beim Wahlergebnis habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, bin aber sehr froh darüber“, gesteht der in Harst Wohnende, der von sich selbst sagt, er sei ein Dorfbewohner mit Leib und Seele.

Nachdem der Gemeindewahlausschuss die Richtigkeit der Bürgermeisterstichwahl Dienstag um 19 Uhr festgestellt haben wird, sieht Ankele es als vordringlichste Aufgabe an, alle 12 neuen Gemeindevertreter alsbald um sich zu scharen. „Wir müssen dann einvernehmlich die Besetzung der Ausschüsse besprechen. Die konstituierende Sitzung soll nämlich schon am 3. Juli stattfinden.“

Er, Ankele, wolle sich als neues Gemeindeoberhaupt, außerdem dafür einsetzen, dass die Menschen weiterhin gern in den zu Wittendörp gehörenden 14 Ortsteilen wohnten und lebten. Statt gegeneinander, stehe er für ein faires Miteinander, betont Ankele. Seine über Jahre in politischer Tätigkeit als Gemeindevertreter und Bauausschussvorsitzender gesammelten Erfahrungen und geknüpften Kontakte zur Stadt Wittenburg, zum Landkreis Ludwigslust-Parchim sowie dem Land Mecklenburg-Vorpommern wolle er konsequent wie hartnäckig für die Entwicklung aller Ortsteile nutzen.

„Dafür werden und müssen wir angesichts sinkender Einnahmen aus Mitteln des Landes, des Bundes sowie der EU für unsere Ortsteile Prioritäten setzen. Unermüdlich Fördermittel einzuwerben, heißt das Gebot des Stunde. Damit Wittendörp auch angesichts seiner schwierigen Finanzsituation in Zukunft selbstständig und als Gemeinde lebensfähig ist, wird von mir der gemeinsam mit der Amtsverwaltung eingeschlagene Weg der Haushaltskonsolidierung fortgesetzt“, erklärt der Wahlgewinner im SVZ-Gespräch. Er werde sich trotz angespannter Lage dafür stark machen, dass Initiativen für das gemeinschaftliche Miteinander unterstützt würden. „Sogenannte freiwillige Aufgaben für Jugendliche und Senioren müssen finanziert, unsere Bürgersteige und Straßen instand gesetzt und ausgebaut werden, beispielsweise die K 27. Radwege müssen entstehen zwischen Wittenburg und Zarrentin sowie Wittenburg und Radelübbe.“ Die freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde engagierten sich nicht nur aufopferungsvoll in der Brandbekämpfung, Lebensrettung und Gefahrenabwehr, sondern trügen maßgeblich zum dörflichen Miteinander bei.

Ankele: „Deshalb ist für mich eine angemessene Ausstattung unserer Feuerwehren unabdingbar.“ Zudem müssten Gemeindehäuser kontinuierlich unterhalten und nach und nach renoviert werden. Ihr Mietverfahren solle vereinfacht werden. Die Kitas in Dodow und Boddin leisteten eine tolle Arbeit, lobt Ankele, der sich mit Nachdruck dafür einsetzen wolle, das sie in Trägerschaft der Gemeinde und die Elternbeiträge bezahlbar blieben. „Um im Gespräch mit den Menschen vor Ort zu bleiben, werde ich in den Ortsteilen Bürgersprechstunden und Bürgerversammlungen durchführen. denn nur wenn ich ihre Sorgen und Nöte kenne, kann ich zusammen mit der Gemeindevertretung politisch handeln.“

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erstellt am 16.Jun.2014 | 15:39 Uhr

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