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Hagenower Kartoffelveredler gingen in neue Saison : Mit "Karlena" an den Kampagnestart

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Gestern um 6 Uhr mit der Frühschicht begann die neue Kampagne 2012/13 beim Kartoffelveredlungs-Unternehmen MKV in Hagenow. Zur Frühschicht rollten die ersten Kartoffeln der Sorte "Karlena" in die Verarbeitung.

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2012 | 11:38 Uhr

Hagenow | Gestern um 6 Uhr mit der Frühschicht begann die neue Kampagne 2012/13 beim Kartoffelveredlungs-Unternehmen MKV in Hagenow. Zur Frühschicht rollten die ersten Kartoffeln der Sorte "Karlena" über die Sortierung in die Verarbeitung. Die Agrar GmbH "Schaaletal" aus Kogel lieferte die ersten Knollen, weitere Landwirte aus der Region und darüber hinaus folgten über den Tag. In den Nachtstunden des Montags hatte die Ernte-Mannschaft vom Gemüsegarten Gresse auf dem 40 Hektar-Schlag der Kogeler Landwirte Kartoffeln der Sorte Karlena gerodet, damit die erste Ernte zeitnah nach Hagenow geliefert werden konnte.

Nach der aktuellen Rodung haben die Kartoffeln, wie der zuständige Chef der Rohwarenbeschaffung, Gerhard von Campenhausen im Gespräch mit SVZ sagte, bis jetzt einen geringeren Stärkegehalt als im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit. Doch das kann sich noch entwickeln. Aus heutiger Sicht erwarten auch die Kartoffelveredler eine durchschnittliche Ernte. In diesem Jahr plant das Management von MKV, 140 000 Tonnen Kartoffeln zu verarbeiten. Das ist ungefähr die selbe Menge wie in der Saison davor. Daraus sollen rund 30 000 Tonnen Kartoffelpüree-Flocken und Trockenspeise-Kartoffeln als Ausgangsprodukte für die vielen weiteren Produkte werden. Bereits gestern Mittag produzierten die Walzen die ersten Flocken aus den frischen Kartoffeln. Einen Tag vor dem Kampagnestart kam die Belegschaft, immerhin 240 Mitarbeiter und 19 Auszubildende, zu einer Versammlung zusammen, auf der die Geschäftsführung über die aktuelle Situation mit den Produktionszielen informierte. Bis zu 180 Vertragspartner - Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und auch aus Schleswig-Holstein - liefern ihre Kartoffeln nach Hagenow. Die Lieferverträge laufen über fünf Jahre. Aktuell stehen keine neue Verhandlungen an, informiert Gerhard von Campenhausen, Hauptabteilungsleiter im Unternehmen. Ein Riesenproblem sei nach seinen Worten die Flächenkonkurrenz, die die Maiskultur den Kartoffeln mache. Der Kartoffelanbau ist bundesweit rückläufig.

Marketingleiter Michael Greve wagte gestern im Gespräch mit SVZ einen Ausblick auf die kommende Saison. Es geht um neue Kunden und um neue Produkte. Nach seinen Worten will sich das Unternehmen im Einzelhandels- wie im Industriegeschäft an neue Erzeugnisse wagen. So ist die Rede von fünf neuen Produkten, die auf den nationalen und internationalen Markt gebracht werden sollen. Geschmacksrichtungen wären u.a. Püree mit Gemüse oder Kräutern oder gar mit Kürbis.

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