Hagenow : Mit Festmesse die Gründung gefeiert

Am Ende der Heiligen Messe.
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Am Ende der Heiligen Messe.

Vor 80 Jahren gründete sich die katholische St. Elisabeth-Kirchengemeinde in Hagenow / Auch neuer Spielplatz wurde eingeweiht

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05. Juli 2015, 16:34 Uhr

In den 1920er Jahren mussten die Katholiken aus Hagenow, wollten sie eine Messe besuchen, nach Schwerin oder Ludwigslust fahren. Doch dann wurden auch in Hagenow Gottesdienste gefeiert, und zwar zunächst in einem Raum im Schweriner Hof. Für den 17. April 1927 ist eine Taufe aufgezeichnet. Wenige Jahre später, am 1. Juli 1935 wurde dann ein Grundstück mit einem Haus gekauft, die Gläubigen konnten in diesem Haus eine kleine Kapelle für die Gottesdienste und die kirchlichen Feierlichkeiten nutzen.

Dieser 1. Juli im Jahr 1935 gilt als der Gründungstag der katholischen St. Elisabeth-Gemeinde und da das inzwischen 80 Jahre her ist, feierte die Kirchengemeinde ihren Geburtstag am Sonnabend. Es begann mit einem Kaffeetrinken und der Einweihung des neuen Spielplatzes für den Kindergarten. Dann begaben sich die Gläubigen in ihre Kirche und feierten eine Festmesse. Der erst vor kurzem emeritierte Weihbischof Norbert Werbs hielt die Predigt, der ökumenische Kirchenchor, der Kinderkirchenchor und der Posaunenchor gestalteten die Festmesse mit.

Kurze Grußworte hielten die Bürgermeisterin von Hagenow, Gisela Schwarz und Christian Jessel, der Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats. Sie freue sich, dass es die katholische Kirchengemeinde gebe, so Gisela Schwarz, die besonders auch die Bedeutung des Kindergartens lobte. Christian Jessel hob auf die vielen Gemeinsamkeiten der beiden Kirchengemeinden ab und betonte, dass die Ökumene in Hagenow groß geschrieben werde.

Nach dem Gottesdienst konnten sich alle bei Essen und trinken stärken und besonders kühle Getränke waren ob der großen Hitze stark gefragt. Einige der Gottesdienstbesucher blieben aber auch im Vorraum der Kirche, um an den Stellwänden über den Werdegang ihrer Kirchengemeinde nachzulesen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Hagenow und Umgebung sehr viele Vertriebene katholischen Glaubens, viele kamen zum Beispiel aus dem Riesengebirge. Die kleine Kapelle konnte die Gläubigen, die die Messe besuchen wollten, nicht mehr fassen. Von etwa 3000 Katholiken ist die Rede und von rund 500 ständigen Gottesdienstbesuchern. So wurde im Jahr 1950 die Holzkirche gebaut, die in den Jahren 1967/68 noch eine Erweiterung erfuhr. Im April 1995 fand in dieser Kirche der letzte Gottesdienst statt, dann wurde sie abgerissen und durch den jetzigen Neubau ersetzt. Die neue Kirche wurde im Jahr 1996 durch den Hamburger Erzbischof Ludwig Averkamp geweiht, denn die Kirchengemeinde gehört zum Erzbistum Hamburg. Heute gibt es rund 900 Kirchenmitglieder in Hagenow und Lübtheen. Zusammen mit der Kirchengemeinde Ludwigslust und Wittenburg/Boizenburg betreut Pfarrer Dr. Ludger Hölscher aus Ludwigslust die Gemeinden, unterstützt durch die Diakone Baumert und Weber und in Hagenow zusätzlich durch die drei Ordensschwestern Avila, Liborgis und Edelgard. „Sie sind die guten Seelen der Kirchengemeinde Hagenow“, unterstreicht Gemeindemitglied Hubert Maus im Gespräch mit SVZ.

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