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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 14:09 Uhr

Wittenburg : Mit einem Schlag 74 neue Bewohner

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Senioren und Mitarbeiter des katholischen Altenpflegeheimes St. Hedwig in Wittenburg begehen am kommenden Montag 20-jähriges Jubiläum

von
erstellt am 29.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Im großen Eingangsbereich des katholischen Altenpflegeheimes St. Hedwig in Wittenburg hängen die Fotos von zahlreichen Bewohnern des Hauses. Vor dem Hintergrund des 20-jährigen Heimjubiläums beantworteten sie für alle lesbar mehrere Fragen: Ob sie sich an den eigenen 20. Geburtstag erinnern können? Wie  das Lebensmotto lautet? Und was  dem Einzelnen persönliches Glück bedeutet.

Waldtraud Ditz (89) stammt aus Ostpreußen, wohnte in Gadebusch  und lebt im dritten Jahr  im St. Hedwigs-Heim in Wittenburg. Sie erinnert sich beispielsweise  an ihren 20. Geburtstag.

Bewohner beantworten Fragen zu ihrem LebenDamals gab es ein gemeinsames Beisammensein mit der Familie am Abend. Ehrlich wehrt am längsten ist ihr persönliches Lebensmotto. Und wenn es der Familie gut geht, geht es auch ihr gut.    Sicherlich kommen dem einen oder anderen die Fragen bekannt vor. Ja, diese und weitere Fragen stellen wir an jedem Sonnabend im SVZ-Interview unseren Gesprächspartnern.

Sie fühle sich im Haus wohl, sagte sie im SVZ-Gespräch. „Zu Beginn ist es eine Umstellung, wenn man in so ein Haus kommt. Die muss wohl jeder durchmachen, und so ging es mir auch. Heute fühle ich mich wohl hier“, sagte sie weiter.  Heimleiter Andreas Lubig und seine Mitarbeiter sorgen sich dafür, dass es den Bewohnern des Hauses gut geht. Am kommenden Montag, 3. April, gibt es  eine Dankandacht zum Jubiläum des Hauses mit geladenen Gästen. Am Sonnabend darauf, am 8. April, ist ab 14 Uhr bis 17 Uhr  ein Tag der offenen Tür vorgesehen, zu dem sich interessierte Gäste die Einrichtung ansehen können.

Erste Bewohner kamen aus drei Pflegeheimen„Am kommenden Montag ist es genau 20 Jahre her, dass die ersten Bewohner in das neue Haus eingezogen sind“, macht Andreas Lubig im SVZ-Gespräch deutlich. Ein Blick zurück in die Zeit des Endes der DDR und des Beginn eines neuen Lebens mit der politischen Wende macht deutlich, woher die ersten Bewohner kamen. „Zu DDR-Zeiten wurden nach dem Krieg viele Schlösser und Gutshäuser zu Altenheimen umfunktioniert.

Mit der neuen Gesetzeslage nach der Wende entsprachen diese Gutshäuser nicht mehr den aktuellen Anforderungen“, sagte er weiter. Deshalb hat sich der Sozialausschuss des damaligen Kreises Hagenow für den Neubau eines Pflegeheimes in Wittenburg ausgesprochen, was von der kommunalen Politik mit Bürgermeister Norbert Hebinck an der Spitze  begrüßt wurde.

„Der Einzug der neuen Bewohner erfolgte vor 20 Jahren an einem Tag“, erinnert sich die Pflegedienstleiterin Barbara Thees. „Die Bewohner aus Gresse, aus Zühr, und die ursprünglich aus Tessin stammten, zwischenzeitlich aber im einstigen Stasi-Gebäude wohnten, bezogen am 3. April 1997 das neue Haus“, erinnert sich die Pflegedienstleiterin noch genau an die ersten Tage im Neubau.  Das Haus hatte mit einem Schlag 74 neue Bewohner, ein Bett war seinerzeit noch frei, das dann aber auch gleich belegt war. Das Pflege- und Betreuungsteam setze sich zu Beginn aus den Mitarbeitern der drei Einrichtungen zusammen. Bewohner und Mitarbeiter fanden sich dann im neuen Haus ein, wenngleich es einigen Senioren schwer fiel, sich von den alten Einrichtungen zu verabschieden. Reinhard Renn war der erste Heimleiter in Wittenburg gefolgt von Stephan Plath, der von Sommer 1997 bis 2010 Leiter des Hauses war. Heute hat die moderne Pflegeeinrichtung  74 Plätze, hinzu kommen zwei Kurzzeitpflegeplätze. Im Team arbeiten rund 70 Mitarbeiter und vier Azubis, die den Beruf des Altenpflegers erlernen.

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