Vellahn : Mit der Blockflöte zu ersten Preisen

Täglich übt sie auf ihrer Flöte, um weiter an ihrer musikalischen Perfektion arbeiten zu können – da sist das ehrgeizige Ziel von Nele Hachtmann
Täglich übt sie auf ihrer Flöte, um weiter an ihrer musikalischen Perfektion arbeiten zu können – da sist das ehrgeizige Ziel von Nele Hachtmann

Musikalisches Ausnahmetalent Nele Hachtmann aus Vellahn überzeugte beim Regionalausscheid und Landeswettbewerb

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30. März 2018, 05:00 Uhr

Wenn Nele Hachtmann aus Vellahn bereits im Auto ihres Vaters sitzt, um von ihm zum Bahnhof Brahlstorf gebracht zu werden, liegen gleichaltrige Jugendliche überwiegend noch im Bett und träumen selig. „Mein Wecker klingelt jeden Morgen pünktlich um halb sechs. Nach dem Frühstück geht es dann los zum Regionalexpress mit dem Ziel Schwerin“, erzählt die erst zwölfjährige Schülerin des Goethe-Gymnasiums Schwerin. Seit dem vergangenen Schuljahr besucht die junge Vellahnerin das Musikgymnasium in der Landeshauptstadt, und das mit außerordentlichem Erfolg. „Nachdem unsere Nele Ende Januar beim Regionalwettbewerb ‚Jugend musiziert’ in ihrer Altersgruppe den 1. Preis mit der Blockflöte erringen konnte, wurde sie durch diesen Erfolg zum Landeswettbewerb nach Neubrandenburg weitergeleitet“, erzählen die beiden stolzen Eltern Ines und Christoph Hachtmann.

Auch den Landesausscheid konnte Nele erst vor wenigen Tagen mit ihrem Instrument für sich entscheiden. „Als absoluter Höhepunkt wurde mir die Ehre zuteil, beim Abschlusskonzert in der Konzertkirche St. Marien in Neubrandenburg Variationen aus der ‚Ersten kleinen Hausmusik’ von Georg Hugo Kurt Thomas zu interpretieren“, freut sich das Ausnahmetalent noch heute über den großartigen Erfolg beim Landeswettbewerb in der Vier-Tore-Stadt.

Vier Jahre besuchte Nele die Grundschule an der Regionalen Schule in Vellahn. „Durch ihr großes musikalisches Talent hat sie schon frühzeitig unseren Unterricht bereichert. Die große Freude am Musizieren war bei Nele während der gesamten Grundschulzeit unübersehbar“, berichtet ihre ehemalige Musiklehrerin Ricarda Schneider. Das Spielen der Blockflöte habe die Gymnasiastin bereits ab dem fünften Lebensjahr von ihrer Oma Solveig Hachtmann aus Neuhaus/Elbe erlernt. Vor zwei Jahren kam dann noch das Klavier hinzu. Zum obligatorischen Lernumfang eines Gymnasiums müsse Nele noch zusätzliche Unterrichtsstunden in Musik, Chor, Tanzen sowie Klavier absolvieren. Dadurch ende ihr Schultag kurz vor halb drei, donnerstags sogar erst eine Stunde später. Doch damit nicht genug der zeitintensiven Hobbys. Auch das Handballtraining beim Vellahner Sportverein sowie ihr Engagement beim hiesigen Karnevalsclub verlangen nicht selten nach Tagen, die länger als vierundzwanzig Stunden dauern könnten. „Um sowohl das schulische Pensum als auch ihre musikalische Ausbildung und die privaten Interessen unter einen Hut bringen zu können, fordert sich unsere Nele eine große Selbstdisziplin ab“, sagt Christoph Hachtmann.

Aber auch vor seiner Mutter Solveig Hachtmann müsse der selbstständige Versicherungskaufmann immer wieder seinen Hut ziehen. „Was sie mit ihren mittlerweile 75 Lebensjahren immer noch zu leisten im Stande ist, verlangt unser aller Respekt und vor allem unseren Dank.“

Einen kleinen Teil ihrer Wertungsstücke vom Landeswettbewerb wird Nele Hachtmann beim 4. Frühjahrstreffen der Gemeinde Vellahn am 6. April im Atrium der Regionalen Schule zu Gehör bringen.

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