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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 23:24 Uhr

Mit den DDR-Bezirken wurde die Zeitung lokal

vom

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erstellt am 14.Aug.2012 | 08:34 Uhr

Zeitungen aus dem 17. Jahrhundert sahen etwas anders aus. Sie bestanden aus handgeschöpftem Papier. Die "Zeitungen" hatten meistens vier Seiten und passten in eine Handfläche. Heute würde die Größe etwa A5 entsprechen.

In diesem Format erschienen auch die Mecklenburgischen Nachrichten/Fragen und Anzeigen von Anno 1749. Diese Zeitung ist in der Landesbibliothek Schwerin zu finden. Sie erschien zumindest anfänglich jeden Sonnabend. Dort ist auch die "Schwerinsche Zeitung von den merkwürdigsten Staats-Geschichten" mit Erstausgabe 1757 zu finden. Sie wurde von der Bärensprungschen Buchdruckerei Schwerin hergestellt und erschien nach zwei Umbenennungen bis 1943 als "Mecklenburgische Zeitung".

Im Jahre 1860 wurde die Rotationsdruckmaschine erfunden und die Zeitungen konnten in größeren Auflagen gedruckt werden. Wurden diese Zeitungen in der Region Hagenow und Ludwigslust gelesen? Beweisen lässt sich das nicht!

Im Ludwigsluster Stadtarchiv ist der "Mecklenburgische Anzeiger" ab 1867 zu finden. Er wurde von 1867 bis 1879 bei der Hofbuchdruckerei A.W. Sandmeyer Schwerin und ab 1894 bei der Bärensprungschen Hofbuchdruckerei in der Arsenalstraße Schwerin gedruckt.

"Richtige" Hagenower Zeitungen sind das "Boizenburg-Hagenower Wochenblatt", wahrscheinlich ab 1848, das "Hagenower Wochenblatt", später umbenannt in "Hagenower Kreisblatt". Das "Hagenower Kreisblatt" erschien, wie der "Öffentliche Anzeiger" des Hagenowers Theodor Kotzold, zweimal pro Woche. Das Kreisblatt war am Mittwoch und Sonnabend zu haben, der "Öffentliche Anzeiger" am Montag und Donnerstag. Die beiden Zeitungen erschienen bis 1935 bzw. 1944.

In der NS-Zeit wurden bis spätestens 1944 alle Zeitungen gleichgeschaltet und durch den "Niederdeutschen Beobachter, Kampfblatt der NSDAP Mecklenburg" ersetzt.

Nach Kriegsende 1945 erhielten die KPD (13. Juli 1945) und die SPD (10. September 1945) eine Zeitungslizenz. Nach dem Vereinigungsparteitag von KPD und SPD entstand daraus die "Landes-Zeitung, Organ der SED".

1952 gliederte man das Land in die drei Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg mit einer neuen Kreisstruktur. Ab 15. August 1952 erschienen entsprechend der neuen Bezirksstruktur statt der "Landeszeitung" die "Schweriner Volkszeitung" (SVZ), die "Ostsee-Zeitung" Rostock (OZ) und die "Freie Erde" Neubrandenburg (heutiger "Nordkurier"). Orientierend an der neuen Kreisstruktur bekommt die "Schweriner Volkszeitung" ab dem 15. August die Lokalausgaben Schwerin-Stadt, Schwerin-Land mit Gadebusch, Hagenow, Ludwigslust, Parchim, Lübz, Güstrow mit Bützow und Sternberg sowie Perleberg. Die neue Struktur hatte sich bereits am 5. August, mit dem Erscheinen einer eigenen Seite für Ludwigslust/ Hagenow in der "Landeszeitung", angekündigt.

Im November 1990 wird der Umfang der Lokalseite Ludwigslust/Hagenow auf je zwei redaktionelle und zwei Anzeigenseiten erweitert. 1991 erhält das "Hagenower Kreisblatt" sein heutiges Aussehen.

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