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Elberadeltag 2016 : Mit dem Rad durch drei Länder in acht Stunden

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ein Test auf den Abschnitten unserer Region von Deutschland beliebtestem Radfernweg

svz.de von
erstellt am 23.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Es soll Leute geben, die hier seit Jahr und Tag wohnen und noch nicht ein einziges Mal auf dem Elberadweg gefahren sind. Sie haben etwas verpasst! Das Fazit anlässlich des Elberadeltages 2016: Deutschland beliebtester Radfernweg hat diese Auszeichnung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs auch zum 12. Mal sehr zu Recht verdient. Darüber waren sich die 15 Teilnehmer der geführten Radtour im Dreiländereck Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag einig. Sie waren für diese ganz besondere Tour, bei der man innerhalb von acht Stunden drei Bundesländer erfahren kann, bis aus Perleberg, Schwerin und Kossebade angereist. Der Elberadeltag eröffnet in jedem Jahr die Radsaison an der gesamten Elbe.

Anne Spiegel von der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue, Landschaftsführerin Siegrun Hogelücht von der Tourist-Info Amt Neuhaus und Ranger Daniel Engert vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe führten die 60 Kilometer lange Tour und erläuterten bei Zwischenstopps Besonderheiten der Landschaft und der damit verbundenen Geschichte.

„Der Abschnitt hier ist einzigartig“, meinten die Tour-Teilnehmer, die alle geübte Radfahrer sind und schon den einen oder anderen Radfernweg unter den Pedalen hatten.

Begonnen hatte die Fahrt, die generell als Tagestour sehr zu empfehlen ist, im Boizenburger Ortsteil Vier am „Elwkieker“ mit seinem grandiosen Ausblick über Elbe, Sude und Schaale. Dann ging es durch den hügeligen Vierwald in die Schifferstadt Lauenburg. Von da aus wurde der Elberadweg linkselbisch befahren (gesehen mit der Nase in Richtung Mündung). Auch dieser Abschnitt über Hohnstorf, Brackede und Radegast bis nach Bleckede führt fast immer in Sichtweite der Elbe.

In Bleckede wurde eine große Pause gemacht. Wer wollte, konnte das interessante Biosphärium Elbtalaue auf dem Gelände des Bleckeder Schlosses besuchen. Die Schönheit dieses Schlosses offenbart sich erst auf dem Innenhof mit seiner Barock-Fachwerksfassade. Hier gibt es auch ein gemütliches Café, wo man das eine oder andere Radler zu sich nehmen kann.

Ein besonderes Erlebnis war dann die Fahrt mit der Fähre über die Elbe zur anderen Flußseite. Mitten auf dem Strom bekommt man noch einmal einen ganz anderen Eindruck von der Größe, Kraft und Unbändigkeit dieser Lebensader.

Gerade auch auf den Abschnitten in Mecklenburg und dem Amt Neuhaus (Niedersachsen) punktet der Radweg durch seine ständige Nähe zur Elbe und mit einer wunderbaren Natur. Die Flusslandschaft gehörte lange Zeit zum Grenzgebiet zwischen der DDR und der BRD und ist deshalb zwar nicht unberührt, war aber lange Zeit sich selbst überlassen. Das in der Tour befahrene Gebiet hat das UNESCO-Zertifikat „Biosphärenreservat“ daher nicht zufällig erhalten, sondern weil der zu Hochwasser-Zeiten auch beängstigende Strom hier noch weitestgehend auf natürliche Weise seiner Wege fließen kann. Damit gilt das Gebiet als DIE exemplarische europäische Flusslandschaft und damit als schützenswert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Elberadweg auf diesen 60 Kilometern, aber auch bis Stiepelse, Darchau und Hitzacker, in einem sehr guten Zustand ist und immer wieder nette Cafés zum pausieren einladen. Zur Nachahmung empfohlen!

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