Ernte 2017 : Mit dem Mähdrescher festgefahren

Auf diesem Getreideschlag der Gut Gallin GmbH konnte der Mähdrescher nur bis zur aufgeweichten Stelle dreschen. Deutlich sind die Spuren zu sehen. Der aufgeweichte Boden sorgte auch hier für Ernteverluste.
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Auf diesem Getreideschlag der Gut Gallin GmbH konnte der Mähdrescher nur bis zur aufgeweichten Stelle dreschen. Deutlich sind die Spuren zu sehen. Der aufgeweichte Boden sorgte auch hier für Ernteverluste.

Trotz schlechter Bodenverhältnisse bringt Bio-Bauer Jens Rasim aus Gallin eine gute Getreideernte ein. Sonnabend Bio-Landpartie

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22. September 2017, 07:00 Uhr

So einen Sommer hat Jens Rasim, Bio-Bauer aus Gallin, noch nicht erlebt. Bei der Getreidemaht auf den Flächen seines Betriebes hat er sich in diesem Jahr an die 150 Mal mit seinem Mähdrescher festgefahren, und meistens aus eigener Kraft und mit Hilfe der Differenzialsperre am Mähdrescher wieder rausgezogen.

„Ich dresche jetzt hier seit 20 Jahren, und es ist das dritte Mal, dass ich mich dabei festfahre. Im Jahr 2011 war es das letzte Mal, dieses Jahr war das extremste. Auf 80 Prozent unserer Schläge musste ich aufpassen, dass es nicht passiert“, blickt Jens Rasim auf den Erntemonat August zurück. Trotz dieser schwierigen Bedingungen habe der Bio-Landwirt fast das gesamte Getreide vom Halm bekommen. Auf manchen Schlägen bedurfte es dafür mehrere Anläufe, um die Kulturen, wie Winterroggen, Triticale, Winterweizen, Dinkel, Hafer, Braugerste, Sommerweizen, Ackerbohnen und Gemüse einzubringen.

Bis zum Beginn der Getreidemahd kam im Bereich Gallin die gesamte Jahresmenge an Niederschlag runter, rund 600 Liter pro Kubikmeter. Das weichte natürlich die Schläge auf und machte sie teilweise schwer befahrbar.

Und wie hoch war der Ertrag? „Wir lagen in diesem Jahr etwas über dem Durchschnitt, also nahe 30 Dezitonnen pro Hektar bei 35er-Böden und das mit guten bis sehr guten Qualitäten. Im Bio-Anbau ist das ein guter Ertrag“, macht Rasim deutlich. Es bedurfte aber doch erheblicher Anstrengungen, dieses Ergebnis zu erreichen. Am Ende lagen die Verluste unter fünf Prozent. Ein Grund für den erreichten Ernteertrag sieht der Landwirt auch in seinem leistungsfähigen Mähdrescher. Er selbst schwört seit mehreren Jahren auf seinen „New Holland“. Für Rasim blieb nach der eigenen Getreideernte sogar noch Zeit, zwei Bio-Kollegen aus der Region mit dem Mähdrescher bei der Ernte zu helfen.

Wer mehr vom Bio-Betrieb in Gallin erfahren möchte, kann am Sonnabend an der Bio-Landpartie teilnehmen. Mit dabei sind ebenfalls in Westmecklenburg Kunst und Käse in Rögnitz und die Schaalsee Mosterei in Schönwolde.

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