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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 00:41 Uhr

Ludwigslust : Mini-Mela auf Alexandrinenplatz

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bauernverband Ludwigslust feierte am Sonnabend mit vielen Partnern und buntem Markttreiben das 25-jährige Bestehen

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Die aktuelle Lage, in der sich die Landwirtschaft momentan befinde, sei alles andere als rosig. Der Kampf um die Milchmarktpreise halte immer noch an und die Überproduktion an Schweinefleisch konnte leicht korrigiert werden. Dieses Fazit zog Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus am Sonnabend in Ludwigslust anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Bauernverbandes. Außerdem betonte der Landespolitiker, dass die Milchpreise mit derzeit 26 Cent pro Liter nicht kostendeckend seien.

Trotzdem oder gerade deshalb organisierte der Bauernverband einen Markt, auch „Mini-MeLa“ genannt, rund um das Thema Landwirtschaft. Rund 20 Marktstände präsentierten regionale und saisonale Produkte. Unter ihnen befand sich auch ein Stand der Lewitz-Region. Dort wurden etliche Waren wie Marmelade, Kartoffeln, frische Eier und Spirituosen ausgestellt. „Wir wollen die Menschen neugierig machen. Sie sollen sehen, welche Naturalien in ihrer Heimat angebaut werden“ sagte Karen Lange, Mitarbeiterin der Lewitzinformation des „Lewitz e.V.“. „Am besten verkauft sich immer unser Kartoffelschnaps“, stellte sie fest und schmunzelte.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Vorsitzenden des Bauernverbandes Dietrich Groth. Gefolgt von Jürgen Behrends, der die Gäste über die Anfänge und Entstehung des Vereins im Jahre 1991 ins Bild setzte. Der Glaisiner wisse es noch ganz genau, denn schließlich sei er vor einem Vierteljahrhundert der erste Geschäftsführer des Bauernverbandes gewesen.

„Es war anfänglich ein Prozess der Selbstfindung und Orientierung für uns alle. Denn vor 25 Jahren gab es in kürzester Zeit, historisch gesehen, sehr viele Veränderungen“, erklärte Behrends. Auch Backhaus führte an, dass ohne die tatkräftige Unterstützung des Bauernverbandes in dieser Region die gesamten juristischen und marktwirtschaftlichen Anforderungen an die landwirtschaftlichen Unternehmen nach der Wende nicht zu meistern gewesen wären. „Schließen wir doch mal kurz die Augen und überlegen uns, wie es in unserem Land vorher aussah und wie schön es jetzt hier ist. Mecklenburg-Vorpommern zählt zu einem überaus leistungsfähigen Wirtschaftszweig mit der höchsten Arbeitsproduktivität aller Bundesländer. Diese Tatsache erfüllt mich mit Stolz“, verriet der Sozialdemokrat weiter. Er erinnerte die Menschen daran, dass die Arbeit der Agrarerzeuger mehr geschätzt werden müsse. „Wir nehmen mindestens drei Mal am Tag Nahrung zu uns und das 365 Tage im Jahr. Essen ist das kostbarste Gut, das wir haben und dessen müssen wir uns viel öfter bewusst werden“, betonte er.


Regionale Produkte sind wichtig und vielfältig


Trotz der derzeitigen angespannten wirtschaftlichen Lage versprach er im SVZ-Gespräch, sich in der kommenden Woche auf der Agrarministerkonferenz für die Situation der Bauern einzusetzen. „Ich finde es sehr schön, dass diese ‚Mini-MeLa‘ heute stattfindet, um den Bürgern zu zeigen, wie wichtig regionale Produkte sind und vor allem wie vielfältig.“

So sah das auch Familie Hoffmann aus Alt Krenzlin. Die beiden Frauen besuchten an diesem sonnigen Tag den Markt, weil sie neugierig auf die Angebote seien. Besonders gerne würden sie den Tilsiter von der Marke Rücker essen. Nach dem Durchprobieren einiger neuer Sorten, entschlossen sie sich dazu, doch wieder ein Stück ihres Lieblingskäses mitzunehmen.

Die Mitglieder des Landfrauenvereins tafelten für die Besucher verschiedene Sorten Kuchen auf. Selbst für den herzhaften Hunger zwischendurch, gab es selbst gemachte Schmalzstullen. Die reißend Absatz fanden.

Ein kleiner Eiswagen im Retro-Look vom „Bauernhof-Eis“ in Holthusen zog ebenfalls viele Naschkatzen an. Nicht nur die Klassiker wie Vanille-, Schoko- und Erdbeereis, auch die Sorte Milcheis mit Knallzucker sei wohl gerade bei den kleinen Gästen sehr beliebt, sagte Sophie Beese, Eisverkäuferin. Die 18-Jährige mache gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr in dem landwirtschaftlichen Betrieb. „Mit dazu gehört noch ein Kinderbauernhof und die Agrargemeinschaft Holthusen. Es macht mir bis jetzt sehr viel Spaß, dort zu arbeiten“, erklärte das junge Mädchen und nahm sofort die nächste Bestellung auf: Natürlich Milcheis mit Knallzucker.

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