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Ansturm auf erster Fachkräfte-Messe im Alpincenter : Messebummel zum neuen Job

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Die Fachkräftemesse der Hagenower Agentur für Arbeit hatte an diesem Wochenende Premiere. 24 Betriebe aus der Region hatten ihre Stände aufgebaut, meist mit ganz konkreten Stellenangeboten. Der Ansturm war überwältigend.

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erstellt am 22.Apr.2013 | 10:05 Uhr

Hagenow | Visitenkarten vergriffen. Flyer? Alle weg. Keine Stunde ist die Fachkräfte-Messe im Alpincenter im Gange, da muss Christian Nagel, Personalmitarbeiter bei Weser Gold, schon für Nachschub sorgen. "Ich bin überrascht", sagt er mit heiserer Stimme. "Es sind nicht nur viele Menschen hier. Sie sind auch ernsthaft interessiert und sie kommen mit ganz genauen Vorstellungen." Kevin zum Beispiel hat gleich seine Bewerbungsmappe mitgebracht. Der junge Wittenburger arbeitet zurzeit in Schwerin, spielt aber mit dem Gedanken, sich Arbeit in der Lebensmittelbranche nahe am Wohnort zu suchen. Drei Bewerbungen hat er während der Messe abgegeben, jede seiner Wunschfirma hat die Mappe dankend entgegengenommen. "Besser gehts nicht", sagt Kevins Mutter. "Hier sind so viele Firmen aus der Region vor Ort, und jede macht auch noch Jobangebote. So etwas sollte es jeden Monat geben."

Tatsächlich aber hatte die Fachkräftemesse der Hagenower Agentur für Arbeit an diesem Wochenende Premiere. 24 Betriebe aus der unmittelbaren Region hatten ihre Stände aufgebaut, meist daneben gleich Tafeln und Plakaten mit ganz konkreten Stellenangeboten platziert. Edeka Nord wirbt mit "Weihnachts- und Urlaubsgeld, tollen betrieblichen Veranstaltungen, dem Arbeitszeitmodell Mutti-Schicht und mit krisensicheren Arbeitsplätzen". Auch an diesem Stand stapeln sich inzwischen die Bewerbungsmappen. Mindestens zehn hat Katharina Weste nur am Vormittag angenommen. "Ich bin mir sicher, da sind sehr vielversprechende Bewerber darunter", sagt die Personalreferentin der Edeka Nord GmbH aus Valluhn. Vierzehn freie Stellen hat das Unternehmen zurzeit zu besetzen. Darunter Techniker, Fleischer und IT-Systemadministratoren.

Wie Katharina Weste fällt auch Christian Nagel auf, dass sich viele Quereinsteiger aus dem Handwerksbereich für neue Jobs interessieren. Auch viele Pendler seien darunter, die einfach Jobs in der Nähe wollen. Elf Jahre arbeitet Christian Nagel jetzt im Personalwesen. "Der Bedarf an Fachkräften war selten so groß wie heute." Gerade die Lebensmittelindustrie sei in der Region stark vertreten. Firmen expandieren, andere siedeln sich neu an. Da werde die Suche nach Fachkräften schwieriger.

Überwältigt von dem Messe-Ansturm ist auch Veronika Sohra, Teamleiterin Arbeitgeberservice im Landkreis. Nur eine Stunde nach Messe-Eröffnung zählt sie 500 Besucher. "Das Konzept war gut. Wir haben nur Firmen eingeladen, die freie Stellen bieten. Da konnte nichts schief gehen", sagt sie und kündigt an: "Das machen wir nochmal. Spätestens im nächsten Frühling."

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