20 Fragen : „Meine Frau ist meine Heldin“

Heinz-Egon Möllers Amt als Amtswehrführer läuft Ende des Jahres aus.
Heinz-Egon Möllers Amt als Amtswehrführer läuft Ende des Jahres aus.

Heinz-Egon Möller ist Amtswehrführer für das Amt Hagenow-Land des Kreisfeuerwehrverbandes

svz.de von
19. September 2015, 15:00 Uhr

„Ich wusste damals nur, dass die Feuerwehr ein rotes Auto hat“, erinnert sich Amtswehrführer Heinz-Egon Möller, als er an die Anfänge seiner Zeit bei der Feuerwehr denkt. Nachdem der 65-Jährige 20 Jahre als Kfz-Schlosser gearbeitet hat, wechselte er und wurde Gewerkschafts-Sekretär.

Schließlich übernimmt er das Ehrenamt des Amtwehrführers für das Amt Hagenow-Land des Kreisfeuerverbandes.

Ende des Jahres läuft sein Amt nun aus. Doch zuvor gibt der 65-Jährige noch einen kleinen Einblick in seine Welt. Dabei zeigt sich vor allem eines - Heinz-Egon Möller ist heimatverbunden. Ende der 70er Jahre ist der ehemalige Kfz-Schlosser mit seiner Frau in ein Haus nach Pätow gezogen. Noch heute sind dieses Grundstück und seine Familie Heinz-Egon Möllers Lebensmittelpunkt.

Seit 44 Jahren ist er mit seiner Frau Gisela verheiratet und hat mit ihr drei Kinder. Sein ältester Sohn, Thomas Möller, wurde in diesem Jahr zum Bürgermeister von Hagenow gewählt.

SVZ-Volontärin Jacqueline Worch stellte dem Amtswehrführer die beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Anpacken und gucken was kommt.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Bei mir Zuhause.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Rübenhacken.

Und wofür haben Sie dann ihr erstes Geld ausgegeben?
Für ein kleines Transistorradio - das war zu der damaligen Zeit der absolute Renner.

Wo findet man Sie am ehesten?
Entweder Zuhause oder auf dem Hochsitz bei der Jagd oder an der Elbe beim Angeln.

Was stört Sie an anderen?
Arroganz und Überheblichkeit. Ich habe da einen Spruch, der sich das ganze Leben über bestätigt hat: „Arroganz ist die Schwester der Dummheit.“

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Meine Frau, weil sie sich nach allem was sie durchgemacht hat, wieder aufgerappelt hat und jetzt ihre Frau steht. Das ist schon fantastisch.

Was würden Sie gerne noch können?
Englisch. Ich hasse es zwar, dass man in der deutschen Sprache nicht mehr alles versteht. Aber andererseits finde ich es umwerfend, wenn meine Kinder ohne Problem von Deutsch auf Englisch umschalten. Das würde ich auch gerne können.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Wenn wir alles auf der Reihe haben, was wir selbst beeinflussen können.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Gregor Gysi. Mit dem habe ich schon mal gesprochen, aber das würde ich gerne noch mal tun. Ich halte ihn für anständig und ehrlich.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Käse und Marmelade.

Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Die Küche meiner Frau - es gibt nichts, was besser schmeckt, gesünder ist und preiswerter ist, weil wir alles, was irgendwie möglich ist, aus dem eigenen Garten holen und meine Frau das Talent hat, aus den einfachsten Sachen die besten Gerichte zu machen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Nach fast 30 Jahren der Jagd lese ich immer noch Fachliteratur zum Thema Jagen.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf die Gespräche und den Austausch mit meiner Familie.

Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Dass meine Familie und ich noch viele Jahre miteinander leben können, was wir ja leider nicht beeinflussen können. Aber ansonsten haben wir alles, was wir brauchen und vielleicht auch sogar noch mehr. Es gibt viele auf der Erde, denen geht es schlechter als uns. Mit Reisen oder so können Sie mich nicht locken. Wenn man mich länger als drei Tage von meinem Grundstück holt, dann bin ich bestraft.

Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Ehrlich.

Wo ist für Sie Heimat?
Meine Heimat ist mein Zuhause, da haben wir unseren Lebensmittelpunkt.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
Ich hab keine. Alles Materielle ist zweitrangig. Gesundheit ist der Standardwunsch.

Verraten Sie uns etwas, was kaum jemand über Sie weiß?
Ich bin sehr ehrgeizig, aber ich versuche es immer unter der Decke zu halten.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Dem Jugendwart der freiwilligen Feuerwehr Andreas Dziedo. Der ist top!

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