Sumte : Mehr Licht ins Dunkle gebracht

In Sumte gibt es nun mehr Straßenlaternen.
In Sumte gibt es nun mehr Straßenlaternen.

Neue Leuchtmittel und zusätzliche Lampen in Sumte / Hamburger Firma spendet LED-Technik / Aufrüstung Kläranlage steht noch aus

svz.de von
18. November 2015, 15:52 Uhr

Die Bewohner von Sumte haben, als bekannt wurde, dass das ehemalige Bürodorf eine Notunterkunft für Flüchtlinge werden soll, gleich gefordert, dass die Straßenlaternen wieder die ganze Nacht brennen, nicht ausgeschaltet und, dass zusätzlich welche aufgestellt werden.

Das ist nun alles passiert. Die vorhandenen 14 Lampen leuchten heller und sechs ganz neue Lampen wurden aufgebaut. Eine fehlt noch und auch für den Übergang von der Dorfstraße über die B 195 auf den Radweg ist noch keine Lösung gefunden. Doch im Ort selbst ist es jetzt heller. Die Firma Helecta aus Tostedt bei Hamburg hatte von der Situation in Sumte erfahren und die Leuchtmittel gesponsert. Es handelt sich immerhin um eine Summe von etwa 1400 Euro. „Wir sind sehr dankbar über diese Hilfe“, betonte Bürgermeisterin Grit Richter. Nun sind die bisherigen Lampen statt mit alten Quecksilberdampflampen mit modernen LED-Leuchten ausgestattet. „Das ist heller und außerdem viel sparsamer. Sumte ist nun unser erstes LED-Dorf“, meinte Franz Gerno Panz vom Bauamt. Die Kosten für die neuen Lampen von rund 20  000 Euro teilen sich Landkreis und Land.


Abwasseranlage dringend aufrüsten


Richtig dringend ist die Aufrüstung der Kläranlage für das Bürodorf. Inzwischen sind 600 Personen hier untergebracht und die Pumpen, die auf Kosten des Betreibers ASB bereits eingebaut wurden, schaffen es auf Dauer nicht, das Abwasser abzuführen. Geplant sind der Einbau von Freilaufpumpen und der Bau einer zweiten, etwa 220 Meter langen Leitung vom Bürodorf bis etwas auf die Höhe des Feuerwehrgebäudes. Die neu zu bauende Leitung hat dann einen Durchmesser von 80 statt bisher 50 Zentimetern. Die alte Leitung bleibt liegen, denn wird die Notunterkunft wieder geschlossen, was ja vorgesehen ist, dann würde bei den wenigen Einwohnern die große Leitung Probleme machen.

„Es ist alles geplant, die Ausschreibungen sind raus, der Bau wird etwa vier Wochen benötigen“, erläuterte Bauamtsleiterin Bettina Blankenhagen während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses am vergangen Dienstag. Schon Mitte Oktober hatte die Gemeinde beim Land um Kostenübernahme gebeten und mehrfach Druck gemacht und inzwischen ist wenigstens ein Schreiben eingegangen, dass die Kostenübernahmeerklärung ankündigt. „Ohne Kostenübernahmeerklärung fangen wir nicht an zu bauen“, betonte Bürgermeisterin Richter.

Für die Sicherheit der in der Notunterkunft lebenden Menschen hatten Polizei und Verkehrsbehörde außerdem gefordert, dass von der Unterkunft entlang der Kreisstraße ein etwa 60 Meter langer, provisorischer Gehweg errichtet wird. Auch der ist inzwischen hergestellt worden. „Die Rechnung geht ans Land“, so Bettina Blankenhagen lakonisch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen