zur Navigation springen

Lübtheen : Mehr Licht in die Vergangenheit bringen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gartenverein in Lübtheen will seine rund 90-jährige Geschichte in einer Chronik zusammenfassen. Wer hat noch Unterlagen?

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Auf eine lange Geschichte schaut der Kleingartenverein der Lindenstadt Lübtheen nun schon zurück. Eine Geschichte, von der jedoch nur wenig bekannt ist. „Auf einer Vorstandtssitzung 1973 wurde beschlossen, dass der Verein am 10. August 1925 offiziell gegründet worden war“, erzählt Andreas Seidel, heutiger Vorsitzender des Vereins. Diese Information entnahm er dem Protokoll aus den Siebzigern. „Doch viel mehr über die Ursprünge unseres Vereins wissen wir leider nicht.“

Deshalb rufen die Kleingärtner nun alle Lübtheener auf, auf ihren Dachböden, in alten Unterlagen oder auch Fotoalben einmal nachzuschauen, ob sie alte Dokumente oder Bilder des Lübtheener Gartenvereins finden. „Wir möchten eine Chronik erstellen, die die Geschichte unseres Vereins darstellt“, so Seidel weiter. Geplant ist auch eine Ausstellung im Lübtheener Museum, die von Marlies Bünsch zusammengestellt wird.

Schon immer spielte der Kleingartenverein in der Lindenstadt eine wichtige Rolle. 1925 wurden bereits 43 Gärten von je 312 Quadratmetern gezählt. In und nach der Kriegszeit war der Garten für viele Bewohner eine wichtige Existenzgrundlage. „Gerade die Landbevölkerung musste sich selbst versorgen und nicht jeder hatte einen landwirtschaftlichen Betrieb“, erzählt Seidel von den Gartenanfängen.

Auch in der DDR-Zeit war der eigene Garten für viele ein erholsamer Rückzugsort. „Als ich 1975 nach Lübtheen kam, gab es keine freien Gärten mehr“, erinnert sich der heutige Vorsitzende. „Man musste sich anmelden und abwarten“ fügt Gerold Vogel, heutiger Kassenwart hinzu. Zu Bestzeiten zählte der Verein 269 Gärten in Lübtheen.

Heute sind insgesamt 87 Mitglieder im Kleingartenverein der Lindenstadt Lübtheen gemeldet. Regelmäßig treffen sie sich zu Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen. Ihr letzter großer Einsatz war die Stromversorgung in der Gartenanlage „Promenade“, die derzeit 53 Gärten zählt. Insgesamt verfügt der Verein über 86 Gärten verteilt auf zwei Kleingartenanlagen. Die zweite Anlage befindet sich hinter dem Einkaufszentrum.

„Wir möchten die Bürger aufrufen, alles was sie noch im stillen Kämmerlein zu den Gärten besitzen, uns zur Verfügung stellen“, sagt Seidel. Seien es Unterlagen von früheren Vorstandsmitgliedern, private Fotos aus den Kleingärten und Dokumente zur Vereinsarbeit – alte Mitgliedsausweise oder auch Pachtverträge. All diese Unterlagen können zur Aufarbeitung der Geschichte der Kleingartenanlagen in der Lindenstadt beitragen.

Die Ausstellung zu den Gärten ist voraussichtlich im herbst diesen Jahres geplant. Alle Unterlagen, gern auch Kopien, können bei Marlies Bünsch im Museum abgegeben werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen