Geburten in Hagenow : Mehr als 600 Anflüge im Jahr

Bis gestern „landete“ der Storch 630 Mal im Hagenower Klinikum. Die durchschnittlichen Geburtenzahlen halten sich in den vergangenen Jahren konstant bei mehr als 600 Kinder.
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Bis gestern „landete“ der Storch 630 Mal im Hagenower Klinikum. Die durchschnittlichen Geburtenzahlen halten sich in den vergangenen Jahren konstant bei mehr als 600 Kinder.

Die Mediziner des Mutter- und Kind-Zentrums vom Hagenower Klinikum sind zufrieden mit der stabilen Entwicklung der Geburtenzahlen.

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29. Dezember 2017, 20:45 Uhr

Zufrieden hält Carolin Suse aus  anzin ihren  Sohn im Arm. Am ersten Weihnachtstag brachte sie Levin Finn zur Welt. Sie habe sich entschieden, ihr erstes Kind in Hagenow zu entbinden. „Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben“, sagt sie auf SVZ – Nachfrage. Die junge Banzinerin gehört zu den 623 Müttern, die bis Freitag in Hagenow ihre Kinder zur Welt brachten.

Das Team des Mutter-Kind-Zentrums des Westmecklenburg Klinikums Helene von Bülow GmbH hat zum Jahresende noch einmal viel zu tun. „Die Schichten hier im Mutter-Kind-Zentrum sind rund um die Uhr besetzt, natürlich auch an Weihnachten und zum bevorstehenden Jahreswechsel. Ein Kind wurde beispielsweise am 24. Dezember geboren, das ,Christkind’ bekam den Namen Mika. Wir hier im Team sind zufrieden mit der Geburtenentwicklung im vergangenen  Jahr“, sagte Schwester Solveig. Sie ist seit März 2017 die Stationsleiterin.

Carolin Suse brachte am ersten Weihnachtstag ihren Sohn Levin Finn zur Welt.  Fotos: Hirschmann
Carolin Suse brachte am ersten Weihnachtstag ihren Sohn Levin Finn zur Welt. Fotos: Hirschmann
 

Im Hinblick auf die anhaltenden Geburtenzahlen von durchschnittlich mehr als 600 Kindern pro Jahr sagt die zuständige Oberärztin Sylvia Mahncke: „Selbst wenn die Geburtenzahlen jetzt etwas geringer liegen  als im vorigen Jahr, sind wir durchaus zufrieden. Wenn wir dann die demografische Entwicklung berücksichtigen, sind wir sogar gut.“ Denn  die  Zahl der gebärfähigen Frauen sei weiterhin rückläufig. „Hinzu kommt, dass die Mütter ihr zweites und drittes Kind dann auch bei uns entbinden“, betont sie weiter.

Bewährt habe sich  das Facharzt-Zentrum im Hagenower Krankenhaus, in dem  verschiedene Ambulanzen integriert sind. Zum stark frequentierten Zentrum gehört  auch die Kinder-Ambulanz, die Frank Mandelkow leitet. Dieser Verbund von stationärer und ambulanter Versorgung wird in der Region gerne in Anspruch genommen, wie auch die aktuellen Besucherzahlen  zeigen.

Ein wichtiges Kriterium für eine gesunde Entwicklung des Kindes ist für die Hagenower Geburtsspezialisten eine niedrige  Rate der Kaiserschnitte. Chefarzt Rüdiger Niemeyer, ist seit fast sieben Jahren der zuständige Gynäkologe im Haus. „Ja, wir streben eine möglichst geringe Kaiserschnitt-Frequenz von unter 20 Prozent an. Wir entbinden in Hagenow  erst ab der 32 Schwangerschaftswoche. Der bundesweite Durchschnitt bei  Kaiserschnitten liegt deutlich höher. Operative Entbindungen machen mehr Risiken, und die Entwicklung der Kinder ist wahrscheinlich bei einer Spontangeburt günstiger zu betrachten als bei einem Kaiserschnitt. Es gibt auch andere  wissenschaftliche Meinungen. Bei einer medizinischen Notwendigkeit ist natürlich ein  Kaiserschnitt in Betracht zu ziehen“, sagte der Gynäkologe abschließend.

Babayjahr 2017: Zahlen und Fakten

  • Mehr als 600 Mal flog der Storch auch in diesem Jahr das Hagenower Krankenhaus an: Bis gestern kamen im Mutter-Kind-Zentrum des Hagenower Krankenhauses insgesamt 630 Kinder zur Welt, das sind 623 Geburten, davon 325 Mädchen und 305 Jungen. Im Jahr wurden zudem  sechs Zwillinge geboren.
  • Das schwerste Kind wog 4995 Gramm, das leichteste 2055 Gramm.
  • Bei den Mädchen waren die häufigsten Namen, Klara (9 Mal), Mia (8 Mal), Mila (7 Mal),  Isabell (7 Mal) und Ida (6 Mal).  Der Favorit bei den Jungen war Emil (9 Mal), gefolgt von Max (8 Mal) und Theo, Luca und Matteo (alle 7 Mal). Im Jahr 2016 kamen in Hagenow 695 Kinder zur Welt, das waren 683 Geburten. Ein Jahr davor waren es 644 Kinder  bei 634 Geburten.

Quelle: Klinikum Helene von Bülow

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