Passion für Tiere : Max’ tierisches Abenteuer

Maximilian Jasker widmet sich bedrohten Tierrassen in der Arche-Region Neuhaus.  Fotos: nien
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Maximilian Jasker widmet sich bedrohten Tierrassen in der Arche-Region Neuhaus. Fotos: nien

Ob mit dem Lama Carlos oder Angora-Ziegenbock Johnny, junger Neuhauser geht seinen Weg und begeistert damit immer mehr Menschen

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03. August 2016, 05:00 Uhr

„Sunny...“, ruft Maximilian, den alle einfach Max nennen. Und schon spurtet der Hund über die Wiese zu seinem jungen Herrchen. Der 14-Jährige führt Kinder einer Nabu-Gruppe aus Uelzen über sein Gelände. Er erzählt von der Zucht, vom Charakter, von der Haltung. Und davon, was er noch alles vorhat.

Mit sechs entdeckt der Junge mit den roten Haaren und dem schüchternen Blick seine Passion für Tiere. Erst Ponnys, dann Schafe. Wo das herkommt? „Das weiß keiner so genau“, sagt Max. Vermutlich von der Oma. Die war immer mit ihm an der Tränke bei den Pferden. Wenn sie erleben könnte, was aus der anfänglichen Tierliebe ihres Enkels geworden ist...

Mittlerweile leben fast ausschließlich vom Aussterben bedrohte Rassen auf seinem Hof. Etwa 120 Tiere. Wenn er von ihnen spricht, blüht Max auf. Bentheimer Landschafe, Angora-Ziegen, Altdeutsche Hütehunde, Sundheimer und Lachshühner, Pommernenten, Leinegänse, Cröllwitzer Puten – die Gäste sind beeindruckt, was der Junge zusammen mit seiner Familie in den letzten Jahren geschaffen hat. Und in den nächsten Monaten soll noch mehr auf dem fünf Hektar großen Areal in Neuhaus passieren.

Maximilian Jasker kommt seinem Traum von der Kinderarche ein Stückchen näher. Schon in der kommenden Woche rücken die Handwerker an, um den alten Stall aufzumöbeln. Am 1. Oktober will die Familie dann mit der Region die Eröffnung feiern. Auch Martin Rütter verspricht, zu kommen. Er hat das Projekt bereits mit 10  000 Euro unterstützt (SVZ berichtete). Doch allein der Ausbau des Stalls kostet mehrere zehntausend Euro. Zusätzlich die laufenden Kosten von 250 Euro im Monat, ohne Geld für den Tierarzt. Kleinere Beträge kommen durch Verkauf von Eiern und anderen Tierprodukten rein. Aber ohne die vielen Unterstützer, ob mit Sach-, Futter- oder Geldspenden, wäre das alles nicht zu halten, sagt Vater Jens Jasker. Auch die Jüngsten helfen schon. Boizenburger Schüler verschenken Geld, das sie mit einem Kuchenbasar eingenommen haben; Neuhauser Kita-Kinder spendieren zwei Eimer Futter. Dennoch ist Jens Jasker immer wieder auf der Suche nach Unterstützern. „Vielleicht springt ja doch nochmal jemand mit ins Boot“, hofft er. Vielleicht auch als tatkräftige Hilfe. Es müsse ja nicht immer finanziell sein.

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