zur Navigation springen

Sprachförderung in Hagenower Kita : "Matroschka" ist Konsultations-Kita

vom

Die Hagenower Konsultations-Kita "Matroschka" setzt als einzige ihrer Art ganz gezielt Akzente in der Sprachförderung der Kinder und vermittelt zudem anderen Einrichtungen die dabei gesammelten Erfahrungen.

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2013 | 09:40 Uhr

Hagenow | Sprache ist der Grundstein jeder Gesellschaft, über die Sprache bekommen schon die Kinder einen Großteil der Werte vermittelt, die sie später prägen werden. Ausgehend von dieser Schlüsselfunktion setzt die Hagenower Kindertagesstätte "Matroschka" ganz gezielt Akzente in der Sprachförderung der Kinder und vermittelt zudem anderen Einrichtungen die dabei gesammelten Erfahrungen. Denn in diesem Jahr werden sich interessierte Erzieher aus anderen Einrichtungen der Bundesrepublik in Hagenow treffen können, um von den Erfahrungen bei der Vermittlung der Sprachkompetenz an die Kinder im Krippen- und Kindergartenbereich zu profitieren. Und dabei geht es immerhin um 200 Kinder in der Kita, die in den Genuss dieser Förderung kommen. Die Einrichtung ist Konsultations-Kita, in Westmecklenburg übrigens die einzige ihrer Art. Termine für die Konsultationen, zu denen Erzieher und Betreuer eingeladen sind, stehen bereits fest. Die erste Konsultation ist am 14. August.

Seit dem 1. Juli des Jahres 2011 beteiligt sich das Team um Leiterin Karin Lockau an einem Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Unter dem Namen "Frühe Chancen, Kita, Sprachen, Integration" geht es insbesondere darum, die Sprachkompetenz der Kinder zu steigern, ihnen möglichst viele Sprachanregungen zu geben, dabei auch die Eltern und die Erzieher fit zu machen.

"Und hierbei ist bei uns schon allerhand passiert. Wir hatten in der Vergangenheit zu Elternabenden eingeladen, um die Muttis und Vatis über unser Projekt zu informieren, wir halten eigentlich laufen den Kontakt. Wir sind jetzt Konsultations-Kita, alle unsere Krippenerzieher haben sich auf diesem Gebiet Fachwissen angeeignet, um vorbereitet zu sein auf die zu erwartenden Konsultationen", erzählt Juliane Rathke, die in der Kita die Ansprechpartnerin ist. "Konsultation heißt für uns, dass Vertreter anderer Einrichtungen zu uns kommen, um hier zu erleben, wie wir hier unser Konzept umsetzen. Und wenn ihnen das gefällt, so hoffen wir, werden sie Schwerpunkte unserer Sprachförderung übernehmen", ist von Erzieherin Eva-Maria Scholz zu erfahren. Alle Erzieher aus der Kita "Matroschka" sind in den speziellen Bereichen Laute und Prosodie, Grammatik, sprachlich-kognitive und sozialkommunikative Entwicklung geschult.

Die Hagenower erwarten zu ersten Konsultation acht bis zehn Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich darüber informieren werden, wie der Tagesablauf inklusive der Sprachförderung in der Kita aussieht. Letztendlich geht es nämlich darum, das Konzept der Sprachförderung des Deutschen Jugendinstitutes zu vermitteln. Das Team der Erzieherinnen fühlt sich jedenfalls gut auf die zu erwartende Konsultationen eingestimmt.

Anfängliche Bedenken und Zweifel sind inzwischen längst überwunden. "Für uns ist es erstaunlich und gut, was sich jetzt hier bei uns entwickelt hat. Wenn ich den Vergleich mit anderen Einrichtungen ziehe, finde ich, dass wir uns gut aufgestellt haben", ist von Juliane Rathke weiter zu erfahren. Am 15. Mai wird es in der Einrichtung einen thematischen Elternabend geben, auf dem über die nächsten Aktivitäten informiert wird. Weitere Konsultationen sind dann am 23. Oktober sowie am 11. Dezember geplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen