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1,3 Millionen Euro Fördermittel für Hagenow : Maroder Kanal kann saniert werden

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Es kann losgehen. Nachdem die Sanierung des maroden Kanals der Schmaar in der Poststraße Hagenow mehrfach verschoben worden ist, können voraussichtlich im Oktober die Bauarbeiten beginnen.

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 10:13 Uhr

Hagenow | Es kann losgehen. Nachdem die Sanierung des maroden Kanals der Schmaar in der Poststraße Hagenow mehrfach verschoben worden ist, können voraussichtlich im Oktober die Bauarbeiten beginnen. Die Städtebaufördermittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro sind laut Bürgermeisterin Gisela Schwarz zugesagt worden. Das ganze Vorhaben kostet 1,6 Millionen. Die Differenzen mit dem betroffenen Grundstückseigentümer Johannes Beermann sind auch so gut wie ausgeräumt. Die Stadt sei auf einem guten Weg, sich mit ihm zu einigen. Er bestätigt das gestern auf Nachfrage, äußert aber auch seine Bedenken. Ein Teil des Kanals verläuft unter seinem Grund und Boden.

Das 100 Jahre alte Ziegelgewölbe ist marode. Besorgte Bürger hatten Anfang 2012 Dellen in der Poststraße bemerkt und befürchteten Absackungen des Untergrundes. Ein Gutachten bestätigte das. Seitdem ist der Bereich gesperrt.

Der Plan der Stadt steht. Noch im August schreibt Hagenow die Arbeiten aus. Das Ziel: Nicht in eine zweite Winterperiode zu kommen, sagt Dirk Wiese, zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus. "Eine machen wir schon mit." Bis Ende 2014 soll alles fertig sein. Vollsperrungen in der Langen Straße und zwischen Poststraße und Wasserstraße seien während der Bauphase nicht zu verhindern, so Wiese. Mit der Unteren Verkehrsbehörde habe man bereits über mögliche Umleitungen gesprochen. Sie werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Im Oktober sollen zunächst die Versorgungsleitungen umverlegt werden. Im zweiten Schritt erfolgt die Anbindung zum Schachtbauwerk in der Langen Straße. Ein Teil wurde dort schon erneuert. Dafür wird eine Wasserhebeanlage installiert, um den Lauf der Schmaar für die Bauzeit nicht zu unterbrechen. Über Rohre werde das Wasser am Mühlenteich angesaugt und etwa 30 Meter oberirdisch bis zum Auslaufbauwerk der Schmaar geführt, erklärt Dirk Wiese die jetzige Variante der Planer. Erst dann könne die alte Straße aufgenommen und das neue Bett der Schmaar geschaffen werden.

Künftig stützen Bohrbetonpfahlwände den Kanal. "Eine erschütterungsarme Variante", sagt Dirk Wiese. Dabei will die Stadt den "hydraulischen Verlauf der Schmaar verbessern". Der jetzt sehr enge Winkel wird zu einem abgerundeten Bogen, der das Wasser besser und weiter weg vom Haus entlang führt. Oben setzen die Bauleute Stahlbetonplatten ein, die die Verkehrslast der Straße tragen. Erst darauf kommt die neue Fahrbahn mit Granitkleinpflaster. Damit wäre die Grundlage für die Sanierung der restlichen Poststraße gesetzt, so der Bauamtsleiter. Die sei schnellstmöglich angestrebt, aber finanziell noch nicht eingeplant.

Grundstückseigentümer Johannes Beermann will dem Vorhaben nicht im Weg stehen. "Die Bauarbeiten sollen ja pünktlich beginnen", sagt er. Allerdings befürchtet er starke Nutzungseinschränkungen während der Bauphase. Und er wolle auch seine Rechte als Eigentümer wahrnehmen. Details verriet er nicht. Nur so viel: Es soll nochmal eine gemeinsame Begehung vor Ort geben. "Wir sind auf einem guten Weg", sagt Beermann zur Einigung mit der Stadt. Schließlich sei es im Interesse aller, dass dort schnell etwas passiert und die Sanierung der Poststraße beginnen könne.

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