Lübtheen : Mannsbilder aus Sicht einer Frau

Sabine Magdalena Boschek aus Lübtheen nähert sich dem Leben in all seinen Facetten gern mit der Kamera.   Fotos: Thorsten Meier
Sabine Magdalena Boschek aus Lübtheen nähert sich dem Leben in all seinen Facetten gern mit der Kamera. Fotos: Thorsten Meier

Sabine Magdalena Boschek aus Lübtheen zeigt noch bis Ende Oktober Fotos im Bürgerhaus „Dat olle Amtsgericht“

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27. August 2015, 15:13 Uhr

Männer sind anders - Frauen auch. Kein Wunder also, dass sich beide Geschlechter im Rollenkampf des Lebens so manches Scharmützel liefern. Doch was macht den kleinen, aber feinen Unterschied eigentlich aus? Was und wer sind Männer?

Diesen Fragen versuchte sich Sabine Magdalena Boschek mit ihrer Kamera zu nähern. Entstanden sind Lübtheener Mannsbilder aus Sicht einer Frau. „Ich musste fast keinen überreden“, erinnert sich die 57-Jährige, die so oft fasziniert sei, von den vielen echten Typen, die ihr tagtäglich über den Weg liefen. „Ich kann nicht anders, als sie dann anzusprechen und mit ihnen einen Fototermin zu vereinbaren oder spontan abzulichten“, gesteht die gebürtige Lindenstädterin im SVZ-Gespräch. das Ergebnis ihrer „Feldforschungen“ ist derzeit noch bis Ende Oktober im Ollen Amtsgericht zu sehen. Zu den Öffnungszeiten des Bürgerhauses.

„Unsere einheimischen Hobby-Künstler zu unterstützen ist wichtig. Frau Boschek hat schon mehrfach in Lübtheen ausgestellt. Im Museum haben wir derzeit jedoch keinen Platz für Ausstellungen. Deshalb das Ausweichquartier.“

Als Autodidaktin hat sich Sabine Magdalena Boschek das Handwerk selbst beigebracht. 1995 habe sie mit der Fotografie begonnen, um das Schöne, das sie umgebe, festzuhalten. Zu bewahren, für den Betrachter, für sich selbst. „In meinem Laptop sind über 6000 Fotos abgespeichert, ich habe auch schon über 200 Bilder gemalt und würde gern mal eine größere Ausstellung ausrichten“, sagt Sabine Magdalena Boschek. Die Männerporträts sind mittlerweile ihre fünfte Schau. Türen, Frauen und ihre Gärten sowie Alte und Junge waren unter anderem bereits Themen ihrer Ausstellungen. „Ich möchte nicht mit Scheuklappen durchs Leben laufen“, gesteht die ehemalige Stoma-Schwester und Freizeitpädagogin, die heute freischaffend ist. Und sie sammelt aus der SVZ alle Artikel, die mit ihrer Heimatstadt in Zusammenhang stehen. „Ich habe schon über 50 Ordner voll. Meine Enkel Paul, Gustav und Tillmann sollen sie später einmal haben“, betont die Lindenstädterin, die außerdem sehr stolz sei auf den beruflichen Werdegang ihrer beiden Kinder. „Ich habe viel Freude im Leben“, sagt sie beim Abschied und hat schon wieder die Kamera in der Hand.

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