Dodow: Feuerwehren bergen die Toten : Mann und Hund tot im Teich geborgen

<strong>Die Kameraden der Wehren aus Wittenburg und Dodow</strong> am Teich, aus dem sie Herrchen und Hund  kurz zuvor gezogen hatten.
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Die Kameraden der Wehren aus Wittenburg und Dodow am Teich, aus dem sie Herrchen und Hund kurz zuvor gezogen hatten.

Ein 60-jähriger Mann ist beim Spaziergang mit seinem Hund offenbar in das Eis eines Teiches bei Dodow eingebrochen und dabei ums Leben gekommen. Neben der Leiche trieb der tote Hund des Mannes im Wasser.

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27. März 2013, 07:40 Uhr

Dodow | Mit der Beschaulichkeit des ansonsten recht friedlich schlummernden Dorfes war es gestern Vormittag gegen 10 Uhr schlagartig vorbei. Um diese Zeit rollten plötzlich Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren, Rettungsautos und ein Polizeiwagen durch den Ort in Richtung Ziggelmarker Weg. Ihr Ziel - ein leicht am Ufer zugefrorener Teich am Waldrand. Die Kameraden holten nach ihrer Ankunft Leitern von den Löschfahrzeugen, um einen reglos im Wasser liegenden 60-Jährigen aus dem Ort und dessen Hund zu bergen.

"Wir sind mit 17 Kameraden im Einsatz, 14 aus Wittenburg und drei aus Dodow", berichtete Volker Siering, der Ortswehrführer aus Wittenburg. Der 55-Jährige, der 60 Aktive befehligt, musste sich mit seinen Leuten etwas quälen, um Hund und Herrchen aus dem eiskalten Wasser zu bergen. "Wir haben leider noch kein Schlauchboot für solche Einsätze", sagte der Feuerwehrmann, das habe die Leichenbergung etwas kompliziert gemacht. Doch die Stadt Wittenburg habe bereits signalisiert, dass demnächst für die Kameraden ein solches Wasserfahrzeug angeschafft werde. Über den psychischen Druck eines solchen Dramas denke er nicht erst groß nach. "Wir müssen in solchen Momenten in erster Linie funktionieren, da greift ein Automatismus, der uns schützt", betonte Siering, der der Wittenburger Wehr seit elf Jahren vorsteht. Zusammen mit den Kameraden würde man dann nach den Einsätzen das Erlebte besprechen und so dafür sorgen, dass niemand mit den nicht selten grausigen Bildern alleine bliebe.

Bisher keine Hinweise auf eine Straftat konnte gestern Mittag Polizeisprecher Klaus Wiechmann aus Ludwigslust ausmachen. "Die genauen Umständen, die zum Tode des Mannes geführt haben, sind derzeit noch unklar. Eine Obduktion soll hier Aufschluss geben. Wir gehen jedoch nach Lage der Dinge momentan von einem tragischen Unglücksfall aus. Die Vermutung liegt unsererseits nahe, dass der Mann im Eis des Teiches eingebrochen ist und sich selbst nicht mehr helfen konnte."

Gefunden worden sei der Mann am gestrigen frühen Vormittag von einem Anwohner, der dessen Leiche im Wasser liegend vorfand. Es werde davon ausgegangen, dass der tödlich Verunglückte am späten Morgen mit seinem Hund in den Wald gegangen sei, um ihn wie gewohnt auszuführen.

Klaus Wiechmann: "Inwieweit der Hund bei diesem Unglück eine Rolle spielt, entzieht sich bisher jedoch unserer Kenntnis."

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