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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 06:12 Uhr

Zirkusaktion : Manege frei für kleine Artisten

vom
Aus der Onlineredaktion

Über 50 Kinder aus Boizenburg und Umgebung übten eine Woche lang für ihren Auftritt im Circus’ ZappZarap.

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Einmal selber Zirkus machen, das war der lang gehegte Wunsch von über 50 Kindern aus der Elbestadt und Umgebung. Gesagt, getan: Gleich zu Beginn der Woche überlegen die Mädchen und Jungen, was sie sein wollen. Akrobat, Clown, Seiltänzerin oder gar Feuerschlucker.

Doch vor der gestrigen Kür in der eigens dafür aufgebauten Manege stand erst einmal die Pflicht. Jeden Tag, bis zur Vorstellung, üben sie mit viel Fleiß und Schweiß ihre Auftritte. So erzählt die elfjährige Nele Kührmann, die sich vor allem für die Akrobatik begeistert: „Man musste auch Schmerzen aushalten. Es machte aber viel Spaß, da war das gar nicht so schlimm.“

Eine Einstellung die auch Hans-Peter Lutz beeindruckt. Er ist einer von zwei Zirkuspädagogen, die mit dem Projekt des „Circus’ ZappZarap“ in der Fliesenstadt zum Wochenstart Halt gemacht haben. „Die Motivation der Kinder ist einfach gigantisch. Da ist es jetzt schon klar, dass die Vorstellung ein Erfolg werden muss“, betont der ausgebildete Artist jüngst bei einem Besuch der SVZ. Dessen war sich auch Elke Rudolf vom Fachbereich Finanzen und Soziales der Stadt Boizenburg sicher, die die täglichen Fortschritte der Kinder beobachtet.

Unterstützt werden Lutz und seine Kollegin bei dem Projekt von zehn weiteren Betreuern, unter anderem zusammengesetzt aus Jugendlichen im Freiwilligen Sozialen Jahr und Mitarbeitern des Jugendfreizeithauses Luna. Und auch diese sind mit vollem Eifer dabei, um die Kinder zu unterstützen. Da ist zum Beispiel Julia zu nennen. Die achtzehnjährige FSJ-lerin betreut die Kinder beim Seilspringen und an den Poi-Schwingen. Letztere sind lange Schnüre, die am Ende beschwert sind und mit bunten Bändern gespickt, scheinbar wie von Geisterhand zauberhafte Kreise in den Himmel malen.

Aber nicht nur artistisch wird den Zuschauern einiges geboten. Auch der Humor soll nicht hintenan stehen. So üben zum Beispiel der zehnjährige Luke Korte und der elfjährige Paul Ole Klinger, der bereits ein Wiederholungstäter beim Mitmachzirkus ist, wie es sich anfühlt, ein Clown in einem Zirkus zu sein. Das ist für die Beiden eine gar nicht so leichte Aufgabe, da sie zu Hause immer ganz vernünftig seien, wie sie beteuern. Das Publikum können sie trotzdem überzeugen und unzählige Male zum Lachen bringen.

Zum Staunen hingegen wird Waldemar Mett aus Boizenburg gebracht. Sein Enkel Quentin hat ihm die ganze Woche über nicht verraten, dass er bei den Fakiren mitmacht. „Für die Kinder ist dieses Projekt eine ganz tolle wie sinnvolle Sache in den Ferien“, lobt der Senior.

Am Ende sind sich aber alle Zuschauer wie auch die Akteuer einig: „Es hat riesig Spaß gemacht.“

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