Boizenburger Visagistin : Make-Up: Das ist ihre Kunst

Pauline Weidner mit ihrem „Werkzeug“.
Pauline Weidner mit ihrem „Werkzeug“.

Pauline Weidner aus Boizenburg nimmt an den Deutschen Meisterschaften der Visagisten teil. Unterstützung erhält sie durch ihre Mutter

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13. Februar 2018, 21:00 Uhr

Überhaupt eine Einladung zu bekommen, war für sie schon eine der schönsten Überraschungen. Nun hat sie den Endausscheid der Deutschen Make-Up Meisterschaft aber fest im Blick und möchte mehr. Ja, diesen Wettkampf der sogenannten Make-Up-Artists (frei übersetzt: Schmink-Künstler) gibt es wirklich und Pauline Weidner aus Boizenburg gehört dieses Jahr zu den besten zehn Teilnehmern. Ein Umstand, der die 23-jährige Auszubildende mit Stolz erfüllt, denn: „Da nehmen schon richtige Profis dran teil.“

Dabei braucht sich Pauline Weidner wahrlich nicht verstecken. In einer ersten Qualifikationsrunde hatte sie die Jury mit Bildern ihrer Arbeit überzeugt. Dabei sei das Motto, unter dem die Arbeiten dieses Jahr gestaltet werden sollen, perfekt auf sie zugeschnitten. Die Make-Up-Spezialistin sollte nämlich einen sportlichen Look kreieren. „Das ist Kunst. Denn gerade das Wenige, was den Sport ausmacht auch effektvoll hin zu bekommen ist eine schwere Aufgabe“, berichtet die Finalistin. Allerdings habe sie sich gut in das ausgegebenen Motto eindenken können - schließlich habe sie auch schon einmal Leistungssport betrieben. „Ich war in Schwerin auf dem Sportgymnasium und habe dort vier Jahre für den Schweriner SC Volleyball gespielt.“

Erst in der zehnten Klasse wechselte Pauline Weidner wieder zurück an das Elbe-Gymnasium und verfolgte seitdem, ihren großen Traum Make-Up-Artistin zu werden. Selbst wenn einige Außenstehende diesen vielleicht nicht so recht verstehen wollen.

Zugegeben, außergewöhnlich ist ihr Werdegang schon: Erst das Abitur gemacht, dann eine Ausbildung zur Friseurin und nun eine weitere zur Hair- und Make-Up-Artistin. Aber selbst durch ungewöhnliche Arbeitszeiten lässt sich Pauline Weidner nicht aufhalten und nimmt Abstriche in Kauf. „Man muss in dem Beruf extrem flexibel sein. Ich arbeite oft am Wochenende und manchmal bis spät in die Nacht.“

Unterstützt wird die Boizenburgerin dabei sehr von ihrer Mutter. Zum Dank dafür, will sie sie mit zum Endausscheid nach Düsseldorf nehmen. Ihr Ziel ist dabei eindeutig: „Da bin ich dann schon ehrgeizig und will unter die besten Drei“, gibt sich die junge Frau kämpferisch. Das dies nicht einfach wird, ist ihr durchaus bewusst.

Ernst wird es für Pauline Weidner am 9. März. Dann findet der Endausscheid im Rahmen einer Schönheits-Messe statt. Und die 23-Jährige hofft dabei nicht nur auf ein gutes Abschneiden, sondern auch darauf, dass sich dieser Wettkampf positiv für zukünftige Aufträge auswirkt. Denn mit der Teilnahme allein sind die Pläne der Boizenburgerin lange noch nicht abgeschlossen. „Ich kann mir auch vorstellen, ins Ausland zu gehen“, erzählt sie. Dabei könnte der Titel „Deutsche Meisterin“ schon hilfreich sein. Aber auch wenn sie ihn nicht gewinnt: Pauline Weidner wird wohl nicht aufgeben und weiter für ihren Traum kämpfen. Ihre Motivation ist dabei einfach: „Ich liebe das, was ich tue.“

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