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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 03:11 Uhr

Wittenburg : Maisschlag ist total verwüstet

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Unbekannte zerstören über die Hälfte einer drei Hektar großen Fläche nahe Wittenburg / Eigentümer setzt Belohnung aus

svz.de von
erstellt am 06.Aug.2014 | 20:03 Uhr

„Was ist das denn“, fragt Walter Strube. Der Eigentümer von Obstbau Stralendorf steht  auf seinem Maisfeld an der L04 an der Wittenburger Ortsumgehung in Höhe des Abzweiges Karft und schüttelt den Kopf. Unbekannte haben  Anfang  der Woche  auf dem etwa drei Hektar großen Areal  über die Hälfte der Maispflanzen mit einem  großen Geländewagen  oder möglicherweise  auch mit einem Traktor platt gefahren. „Ist das Habgier, Neid oder Übermut“, fragt Walter Strube weiter.   Er kann es nur schwer fassen.

Ein Mitarbeiter habe ihm am Montagabend von dem verwüsteten Maisschlag berichtet. Gleich am Dienstagmorgen sei er zur Polizei  gegangen, habe den Schaden gemeldet  und eine Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Er will die Beamten auch noch einmal bitten, die Reifenspuren zu untersuchen, um Rückschlüsse auf ein mögliches Fahrzeug zu finden. „Wer hat ein größeres Auto mit zerkratztem Lack gesehen“, fragt Strube. Der Eigentümer des Maisschlages hat eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung des Vorfalles beitragen.

Für Strube schlägt der Verlust mit etwa 5000 Euro zu Buche.   Der Mais sei so gut wie reif, stehe kurz vor der Ernte, sagt der Bauer. Walter Strube baut auf diesem sowie weiteren Feldern Mais an, und beliefert mit diesem Rohstoff eine Biogas-Anlage. Nun könne er den Mais  höchstens noch an seine Tiere – Strube hält auch Damwild – verfüttern. Doch das ist wenig wahrscheinlich – der  Landwirt wird den Mais liegen und trocknen lassen und dann als Dünger auf dem Acker verwenden.  Für ihn ist es nicht das erste Mal, dass ihm Unbekannte Schaden zufügen. Bereits im vergangenen Jahr wurden 75 Siloballen durch Aufschneiden zerstört. „Da hatten sich  die Täter richtig Arbeit gemacht“, sagt Strube. Zudem seien im vergangenen Herbst einige seiner Traktoren stark demoliert worden. „Man konnte damit nicht mehr fahren“, schildert der 62-Jährige. Zuerst hätte man die Ölschraube gelöst und dann  wichtige Teile entwendet.  Zudem seien in den vergangenen Jahren auch in Größenordnungen Äpfel aus  den Kisten entwendet worden.   Doch auf den Plantagen an den Standorten Wittenburg, Stralendorf sowie Lübz werden nicht nur Äpfel, sondern auch Birnen, Pflaumen, Sauer- sowie Süßkirschen und Erdbeeren angebaut und geerntet. Auf weiteren Plantagen bei Stralendorf und Wittenburg liegen die Maisfelder. Der Obstbauer hat zudem noch ein Damwild-Gehege mit etwa 60 Tieren, von denen einige im Oktober bis Dezember gestreckt werden. „Auch dieses Gehege wurde in der Vergangenheit geöffnet und beschädigt, so dass zu diesem Zeitpunkt alle Tiere entweichen konnten“.    Walter Strube lässt den Kopf nicht hängen.   Er plant schon wieder die nächsten Termine, hat beispielsweise die Sonntagsbörse an diesem Wochenende im Blick.   

Hinweise an die Polizei unter 03883/6310

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