zur Navigation springen

Vermaisung : Maisanbau: Backhaus droht mit Verboten

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Minister will gegen drohende Vermaisung vorgehen und kämpft für Fruchtfolgen

Landwirtschaftsminister Till Backhaus hat uneinsichtigen Landwirten mit drastischen Maßnahmen gegen eine zunehmende Vermaisung auf den Anbauflächen im Westen des Landes gedroht. „Wenn das nicht nachlässt, werden wir da ran müssen, und ich schließe dann auch ein Wiederanbauverbot nicht aus“, erklärte Backhaus auf einer Informationsveranstaltung des Unternehmerverbandes West-Mecklenburg. Ob es den Bauern passe oder nicht, die Diskussion über zu viel Maisanbau an den immer gleichen Standorten sei einfach da. „Die Gesellschaft akzeptiert das nicht mehr, da müssen wir ran. Zumal eine gute Fruchtfolge auch zur fachlichen Praxis gehören sollte.“

Dietrich Groth, Chef des Kreisbauernverbandes, erwiderte auf der Veranstaltung, dass den Bauern wenig Alternativen blieben. Gerade die Bauern mit den leichten Böden müssten sich kümmern, damit sich der Anbau rechne. Bisher gebe es nur die Wahl zwischen Mais und Roggen.

In diese Richtung denkt auch Backhaus. Eigentlich hatte er auf dem Unternehmerabend die neuen Fördermöglichkeiten ab 2015 erläutern wollen. Dazu gehört ein Forschungsprogramm, das sich auch mit den Alternativen zum Maisanbau beschäftigen könnte. Stichworte sind hier Fruchtfolgeerweiterung und Eiweißpflanzen, von denen die Lupine nur eine sei. Man müsse über alles nachdenken, auch über die Wiedereinrichtung von Grünflächen und auch über eine deutliche Erweiterung beim Kartoffelanbau. Die Bauern konterten, dass sie sich erst in der Milchkrise ein neues Standbein schafften sollten und jetzt würde ihnen das beim Mais um die Ohren gehauen. Backhaus dazu: „Ich bin doch nicht gegen Mais an sich, es geht um bestimmte Standorte. Doch das Thema ist da, und wir werden als Land etwas tun müssen.“ Und so soll vor möglichen Zwangsmaßnahmen mit Fördermittelunterstützung an den Alternativen geforscht werden, möglichst schon ab diesem Jahr.


zur Startseite

von
erstellt am 22.Jun.2014 | 10:08 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen