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Hagenower Kreisblatt

18. Dezember 2017 | 23:38 Uhr

Internet : Lübtheener genervt vom Daten-Stau

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

1700 Haushalte warten auf Breitband-Netz

In der Lindenstadt wächst die Ungeduld. „Wer steht schon gern im Stau, wenn er weiß, dass es auch schneller gehen könnte“, sagt Bürgermeisterin Ute Lindenau und verweist mit diesem sprachlichen Bild auf das Problem des eingeschränkten Netzes in Lübtheen. Zwar gebe es über einige Mobilfunkanbieter ganz gute Belastbarkeiten, aber eigentlich warten alle auf das Breitbandnetz. „Ich habe täglich Anfragen, wann es denn nun endlich losgeht mit dem Ausbau.“

Hilfe bekommt das Stadtoberhaupt jetzt direkt von der Telekom. Am gestrigen Vormittag kam es auf SVZ-Anregung zu einem Telefonat, bei dem ein persönliches Treffen vereinbart wurde. Dann sollen alle Details besprochen werden.

Klar ist, dass das Kommunikationsunternehmen bis Ende 2018 etwa 1700 Haushalte im Gebiet Lübtheen an das Breitbandnetz angeschlossen haben will. Wann jedoch Baustart ist, könne das Unternehmen derzeit noch nicht mitteilen, hieß es aus der Medienabteilung.

Einige Details konnten für den Standort Lübtheen aber schon preisgegeben werden. So handelt es sich im 5000-Einwohner-Ort um einen Breitbandausbau, der es ermöglicht, dass bis zu 100mbit durch die Leitungen fließen können. Dazu werden im Stadtgebiet Glasfaserkabel verlegt und von den Verteilerkästen werden dann Kupferkabel weiter in die Haushalte führen.

In Lübtheen gebe es jedoch einen großen Unterschied zu anderen Städten. Hier handelt es sich um eine so genannte Sondertechnik. Vor jedem Haushalt gibt es einen Splitter, der jeweils getauscht werden muss. Deshalb sind neben den Baumaßnahmen im öffentlichen Bereich mit dem Einzug der Leitungen noch die 1700 kleinen Baustellen zu bearbeiten, heißt es von der Telekom. „Deshalb haben wir ja so unsere Bedenken, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Wir wissen doch, wie sich Baustellen und Genehmigungen hinziehen können“, sagt Bürgermeisterin Lindenau.

Doch nach dem Gespräch mit Vertretern vom Kommunikationsriesen soll dem Lübtheener Stadtoberhaupt und allen Lindenstädtern die Sorge genommen werden. Die Ungeduld wird jedoch bleiben.

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