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Hagenower Kreisblatt

15. Dezember 2017 | 01:57 Uhr

Lübtheener feiern ihre Heimatstadt

vom

svz.de von
erstellt am 25.Aug.2013 | 07:55 Uhr

Lübtheen | Lübtheen zeigt, was es hat: Vereine, Unternehmen und vor allem Menschen, die zusammenhalten, wenn es drauf ankommt. Die halbe Stadt und die Ortsteile Bandekow, Trebs und Volzrade haben das 650. Jubiläum am Wochenende mit vorbereitet. Die Vorgärten sind geschmückt, der Kirch- und Festplatz voller Besucher. Es gibt eine eigene Münze, eine Briefmarke, eine Ausstellung, ein Lied und einen bunten Umzug.

"Die Hoffnung hatte ich, dass es toll wird", sagt Bürgermeisterin Ute Lindenau. "Aber so..." Sie ist überwältigt. Schon vom Start am Freitag. "Der Platz war voll wie vor 20 Jahren." Das sei richtig toll gewesen. Für sie eine Bestätigung dafür, dass sich die Lübtheener mit ihrer Stadt identifizieren.

Da werden Vorgärten schon mal zur Bühne. Die Gruppe "Let’s Dance" unterhält Besucher, die am Sonnabendmittag auf dem Weg zum Kirchplatz vorbeischlendern.

Als dann die drei Jungs Hendrik Zwar, Felix Nagel und Michael Hübner ihr Lied "Oh Lübtheen" präsentieren, wippen und singen viele Lübtheener mit. Die Lindenstadt ist ihre Heimat. "Und ich würde hier auch nicht weggehen", sagt Roswitha Wegener. Sie ist dort geboren, aufgewachsen und schätzt das Kleine, den Zusammenhalt. Für Bernhard Latza ist es auch die Landschaft drum herum. Der 58-Jährige aus der alten Ringerstaffel lebt zwar mittlerweile auf Fehmarn, hat aber schon mal überlegt, wieder zurückzukommen.

Für Bürgermeisterin Ute Lindenau stand das immer außer Frage. Fürs Studium musste sie wegziehen. Danach habe sie immer versucht, zurück zu kommen. Denn: "Wie die Jungs schon singen, Lübtheen ist meine Heimat. Ich fühle mich sehr verbunden mit der Stadt." Das sei ein inneres Gefühl und schwer zu beschreiben. Was denn die Lübtheener ausmache? Sie seien bodenständig, wie der typische Mecklenburger: erst etwas scheu, wenn er dann aber aufgetaut ist, treu.

Schmunzeln muss sie, als sie im Umzug mit den 30 "Wagen" einen Schriftzug entdeckt: "Die Lindenau-Stadt". Der Kleingartenverein hat sich diese Überraschung ausgedacht. Die Angler, Ringer, Züchter, Sportler, Feuerwehr, Ortsteile, Firmen, Initiativen - alle rollen mit kreativen Gefährten und Kostümen im Umzug durch die Stadt. Auch ein dunkles Kapital von 1933 bis 1945 dürfe da nicht fehlen. "Das ist auch Teil unserer Geschichte", sagt Ute Lindenau.

In den letzten Jahren hat sich viel getan in der Stadt. Das sagen Bürger und die Bürgermeisterin selbst. Ein Großteil der Häuser ist saniert, es gibt ein breites Spektrum an Vereinen... Ute Lindenaus Wunsch für die Zukunft: "Dass der Zusammenhalt so bleibt. Wir für Lübtheen. Wenn es drauf ankommt, sind sie da." Das habe man am Wochenende auch gesehen.

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