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Boizenburg-Land : Los entscheidet im Amtsausschuss

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gremium mit neuer Führungsriege: Angelika Voß ist die neue Vorsteherin

svz.de von
erstellt am 06.Aug.2014 | 16:26 Uhr

Im Amtsausschuss Boizenburg-Land sind die Würfel gefallen: Mit Angelika Voß ist zum ersten Mal eine Frau an der Spitze des Gremiums. Die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Teldau ist 57 Jahre, berufstätig und Mutter einer Familie mit drei Kindern. Sie weiß um den durchaus möglichen Handlungsbedarf, mit denen der Amtsausschuss zum Beispiel bezüglich der Kindertagesstätten und der freiwilligen Feuerwehren sowie der Gemeindestruktur rechnen muss. Sie appellierte an die Runde, hier im Interesse der Region notwendige Beschlüsse mit Teamgeist eingehend zu beraten und zu fassen. Angelika Voß sprach sich dafür aus, dass die Gemeinden auch in Zukunft ihre Eigenständigkeit behalten mögen. Sie ist für ein gutes Miteinander, im Amtsausschuss selbst sowie mit der Verwaltung des Amtes und dem Amt für das Biosphärenreservat.

Ihrer Ernennung und Vereidigung für das Ehrenamt ging ein Wahlmarathon voraus, bei dem die 12 Ausschussmitglieder alle demokratischen Möglichkeiten ausschöpften. Mit anderen Worten: Sie wählten so lange, bis schließlich das Los entscheiden musste. So endeten insgesamt fünf Wahlgänge mit einem 6:6-Unentschieden, dreimal auf der Sitzung am Dienstagabend sowie zweimal 14 Tage zuvor.

Es schien so, als könnten die Anwesenden aus ihren eigenen Reihen keinen Vorsteher finden. Wer nun glaubte, dass eventuell der Vorgänger Erdmann Roloff (Gemeinde Teldau) ein zweites Mal ins Renen geschickt würde, sah sich getäuscht. Sein Name tauchte bei den Vorschlägen nicht auf. Dafür, wie schon beim ersten Anlauf auch, Hans-Jürgen Michalska von Ralf Kretschmer und Angelika Voß von Stefanie Humpke. Wieder kam der Antrag auf geheime Wahl und damit ein nochmaliger Auftritt des inzwischen gut eingespielten Wahlhelfer-Trios mit Bürgermeister Sven Herzog (Brahlstorf), Gunnar Abel (Dersenow) und Dirk Spiewok (Nostorf). Sie meisterten ihre Aufgabe so lange bis die Entscheidung bei Fortuna landete.

Werner Hornbacher, der als das älteste Mitglied der Runde die Sitzung leitete, schlüpfte in die Rolle und zog aus der Wahlurne einen der beiden Umschläge, holte den Zettel heraus und las von diesem den Namen Angelika Voß vor.

Neu sind auch die Stellvertreter und damit vollzog sich ein Wandel in der kompletten Führungsriege. An Stelle von Hans-Jürgen Michalska trat Dirk Spiewok, der in der öffentlicher Wahl für den ersten Stellvertreter sieben Ja- und fünf Neinstimmen auf sich vereinen konnte. Dessen Vorgänger als Bürgermeister der Gemeinde Nostorf, Joachim Kletzin, fungierte im Amtsausschuss als zweiter Stellvertreter. Elf Mitglieder sahen Stefanie Humpke als seine Nachfolgerin. Nur eine Nein-Stimme. Ein klares Ergebnis für die Frau, die auch als erste Stellvertreterin im Gespräch war, dafür aber keine Mehrheit erhielt.

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