Boddin : Lokalteil morgens immer begehrt

SVZ lesen gehört für Günter und Rita Meier, beides Rentner aus Boddin, zur morgendlichen Pflichtlektüre.
SVZ lesen gehört für Günter und Rita Meier, beides Rentner aus Boddin, zur morgendlichen Pflichtlektüre.

Ein sehr gutes Leseteam: Rita und Günter Meier aus Boddin sind seit über 50 Jahren verheiratet, sie haben fast genauso lange die SVZ

von
12. März 2016, 05:00 Uhr

Bereits seit über einem halben Jahrhundert sind Rita und Günter Meier ein Ehepaar. Fast ebenso lange sind sie auch schon treue Abonnenten der Schweriner Volkszeitung. Und konnten so die regelmäßigen optischen Verwandlungen ihrer Tageszeitung miterleben.

„Die SVZ hat sich unwahrscheinlich verändert. Was mir besonders gefällt, ist der Wechsel von Schwarz-Weiß-Fotos und farbigen Bildern“, verrät Rita Meier, die in ihrem Berufsleben 40 Jahre lang als Grundschullehrerin tätig war. Zuletzt an der Fritz-Reuter-Schule in Schwerin.

„Ich schaue jeden Morgen zuerst auf die Hagenower Seite, also den Lokalteil. Mich interessiert immer brennend, was Neues passiert ist“, berichtet Günter Meier, der ehemalige Fernmeldemechaniker, der bis zu seinem Renteneintritt bei der Telekom beschäftigt war. „Ich mag besonders Geschichten über Menschen und ihre Lebenserfahrungen. Da kann man sich selber gut dran messen. Kann Ansichten und Gedanken vergleichen. Denn jeder von uns werkelt doch an seinem ganz persönlichen Weltgebäude“, schmunzelt der 76-Jährige, dessen Wiege einst in Neuhof bei Neubrandenburg stand. Dass es ein ausgewogenes Verhältnis von weiblichen zu männlichen Journalisten gäbe, lobt seine 76-jährige Gattin, die aus Ostpreußen stammt. Als einstige Pädagogin würde sie sich jedoch wünschen, dass mehr Jugendliche zu Wort kämen. „Ich lese aber auch gern über Schicksale. Sie müssen nur auf Wahrheiten beruhen. Auch Reiseberichte, vor allem über nordische Länder und Mecklenburg-Vorpommern, finde ich spannend“, verrät Rita Meier, die 1957 erstmals Schweriner Boden betrat. Damals, als sie am Lehrerbildungsinstitut das berufliche Rüstzeug lernte. In Boddin leben die Meiers seit etwa 20 Jahren. Wirtschaft und Politik sind für ihren Mann zwei Themenfelder, auf die er bei seiner morgendlichen Lektüre niemals verzichten würde und könnte. „Meine Frau und ich diskutieren oft und viel über die Geschehnisse in der Welt. Als Hausbesitzer interessiert mich auch immer das Auf und Ab des Ölpreises. Wichtig sind auch die Warnungen zu Betrügereien und Einbrecherbanden, die wir über unsere Lokalzeitung bekommen. Besonders, da wir als Ältere hier kein Internet haben, weil das Netz zu schwach ist.“ Die jüngste SVZ-Sonderbeilage über das Glück ist bei Rita Meier auf großes Wohlwollen gestoßen. „Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite alles gelesen. Das war unterhaltsam und lehrreich zugleich.“ Für Günter Meiers Geschmack sind seitenlange Artikel über Stars, Sternchen und Blaublüter unnötig. Das sei meist anstrengend und interessiere ihn nur mäßig. „Kürzere Beiträge und nicht so häufig“, lautet deshalb auch sein Ratschlag, während er seiner Frau die Wirtschaftsseiten maust.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen