Hagenow : „Löwen“ stiften 12 000 Euro für die deutsche Sprache

Hubert Maus und Adolf Schütt (r.) wollen als Lions-Mitstreiter die sprachliche Kompetenz von heranwachsenden Flüchtlingen stärken. Dafür stehen 12 000 Euro zur Verfügung.
Hubert Maus und Adolf Schütt (r.) wollen als Lions-Mitstreiter die sprachliche Kompetenz von heranwachsenden Flüchtlingen stärken. Dafür stehen 12 000 Euro zur Verfügung.

Vereine, Schulen und Verbände können sich bewerben. Ideen für heranwachsende Flüchtlinge sind gefragt

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20. November 2015, 08:00 Uhr

Tue Gutes und sprich darüber. Eingedenk dieses Sprichwortes wollen sich die 26 Mitglieder des Lions-Fördervereins Ludwigslust e. V. in die Flüchtlingshilfe einbringen.

„Es geht uns darum, das Vakuum zu überbrücken, das zwischen Ankunft und Anerkennung entsteht“, erklärt Hubert Maus, Schatzmeister der „Löwen“. Man wolle ausschließlich die sprachliche Kompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken, betont der 61-Jährige weiter. Möglich geworden sei dieses Ansinnen durch eine stolze Summe von 12 000 Euro, die durch Spenden und den Erlös der Tombola des jüngsten Balles in Wittenburg zusammengekommen sei. 650 Einladungen seien verschickt worden. Zum gemütlichen Beisammensein mit caritativem Hintergrund gekommen wären schließlich 160 Frauen und Männer.

„Schulen, Sportvereine, Kinderfreizeiten, Anbieter von außerschulischen Deutsch-Sprachkursen oder integrative Initiativen, eine Gemeinnützigkeit vorausgesetzt, können sich ab sofort bewerben. Schulgeld, Lernmittel, Lernspielzeug, Ferienlager mit deutschen Kindern, Ausflüge in Zoos oder den Wald, Gruppenprojekte wie z. B. eine Medienwerkstatt, Zuschüsse für Ballett- und Tanztruppen werden von uns ebenfalls unterstützt. Wir wollen mit dem Geld dieses Jahr nicht nur eine einzige Institution bedenken, sondern es breit streuen“, führt Maus weiter im SVZ-Gespräch aus.

„Auch eigene Ideen sind gefragt, die nur deshalb nicht umgesetzt werden können, weil einfach das Geld fehlt. Nur Mut, und melden!“, ermuntert Adolf Schütt, seines Zeichens Lions-Präsident für 2015/16. Lions seien freie Menschen, die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit seien, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen und schnell und unbürokratisch sowie uneigennützig an deren Lösung mitzuwirken, umreißt der 60-Jährige das Credo seiner Gemeinschaft und betont: „Wir haben uns schon immer um die gekümmert, um die sich sonst kaum einer oder keiner kümmert.“

Das, was der Förderverein damit in den letzten 16 Jahren seines Bestehens an Gutem bewirkt hat, lässt sich durchaus sehen. Maus: „Wir haben in dieser Zeit ungefähr 150 000 Euro erarbeitet, gesammelt und auch wieder für gemeinnützige wie soziale Zwecke ausgegeben.“

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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