Witenburg : Linden geköpft

Heute soll es hier weitergehen. Bis zur Motelbrücke werden die Linden am Wall in Wittenburg radikal zurückgeschnitten.
Heute soll es hier weitergehen. Bis zur Motelbrücke werden die Linden am Wall in Wittenburg radikal zurückgeschnitten.

Stadt erfüllt Sicherungspflichten im öffentlichen Bereich am Wall. Meinung bei Einwohnern ist geteilt.

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12. März 2018, 05:00 Uhr

Einige Wittenburger schlugen bei dem Anblick die Hände über den Kopf zusammen, andere freuen sich, dass endlich etwas passiert. Mitarbeiter der Firma Schürmann und Bartels sowie Mitarbeiter des städtischen Bauhofes haben damit begonnen, die Linden auf einem großen Stück des Walls radikal zu beschneiden. Heute werden die Arbeiten dort fortgesetzt.

„Von der Lindenstraße bis zur Motelbrücke lassen wir die Linden beschneiden. Insgesamt handelt es sich dabei um 140 Bäume. Nach einem Gutachten folgten wir der Empfehlung, den Rückschnitt auf die vorhandenen Kappungsstellen vorzunehmen bzw. das Kürzen auf die Höhe der Kopfbäume“, erläutert Wittenburgs Bürgermeisterin Margret Seemann das Vorhaben. Hintergrund: Die Bäume der denkmalgeschützten Allee wurden bereits vor Jahren gekappt. Daraus ergab sich jetzt eine erhöhte Gefahr des Ausbrechens von Ästen. Die Kommune hat im öffentlichen Raum die Verantwortung der Sicherungspflicht. Und da bekanntermaßen der Wall von Kindern und Erwachsenen stark frequentiert wird, bestand Handlungsbedarf, heißt es weiter aus der Stadtverwaltung. Im vergangenen Sommer ließ die Stadt von einem öffentlich bestellten Sachverständigen ein Gutachten zur Beurteilung der Verkehrssicherheit der Linden erstellen. Ergebnis: Die Bäume sind nicht verkehrssicher. Es gibt u.a. Totholz und Zwiesel mit eingewachsener Rinde sowie Astlöcher in den Lindenköpfen. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises hat die Aktion genehmigt. Der Rückschnitt soll laut Information der Stadtverwaltung bis Mitte März abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 12 000 Euro. Wie es abschließend aus der Stadtverwaltung dazu heißt, kann das Holz aus dem Schnitt nicht abgegeben werden.

Fritz Levermann, Rentner und Wall-Anlieger mit Garten und Grundstück befürwortet im SVZ-Gespräch die Aktion. „Es geht mindestens schon zehn Jahre, dass ich mich beschwert habe, dass nichts an den Linden gemacht wurde. Man musste ja immer Angst haben, dass ein Baum bei Sturm auf Haus oder Grundstück fällt. Jetzt bin ich froh und ich freue mich sehr, dass endlich etwas passiert“, sagt er.

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