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Redefin : Liebesgrüße an die „sanften Fellnasen“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Mönchengladbacherin Kirsten Stelljes liebt den Umgang mit Pferden, hasst Falschheit und möchte ausstehende Hochzeitsreise auf die Malediven realisieren

von
erstellt am 25.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Das Pferd sich im Laufe von Jahrhunderten zum Freund gemacht zu haben, ist wohl mit die größte Eroberung des Menschen. Findet jedenfalls die gebürtige Mönchengladbacherin Kirsten Stelljes. „Sie können unheimlich viel mit ihren Augen ausdrücken“, ist sich die Reiterin, ihres Zeichens Fachbereichsleiterin in der Redefiner Gestütsverwaltung und Zuständige für Marketing, sicher. Dass ein solch kraftvolles wie intelligentes Tier es dem viel schwächeren Menschen gestatte, auf seinem Rücken zu reiten, sei ohnehin eine seltsame Sache, stellt sie nachdenklich in den Raum.

„Wenn man in den Sattel steigt, so lässt man alle seine Ängste, Sorgen und Traurigkeiten am Boden zurück“, sinniert Kirsten Stelljes, die ihr Pferd „Feines Mädchen“ abgöttisch liebt. „Pferde sind für mich sanfte Fellnasen,“ verrät sie und betont, der Umgang mit diesen anmutigen Vierbeinern sei für sie wie Urlaub und tägliche Entspannung. „Pferde können gute Gefährten fürs Leben werden. Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn sich beide freuen, sich zu sehen.“

SVZ-Redakteur Thorsten Meier beantwortet die 38-Jährige die beliebten Fragen zum Wochenende. In ihrem Büro auf dem Gestüt. An der Wand hängen natürlich Bilder von Pferden. Was sonst.

Die Fotos ihrer Lieben trage sie im Herzen, dafür bräuchte sie keinen Rahmen, gesteht die junge Frau, für die Familie ein großer Schatz ist. Weil die sie durch die Gezeiten des Lebens trägt.


Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Nutze jeden Tag, als sei es der letzte. Nimm dir Zeit für dich selbst, denn auch du bist wichtig.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Ich habe mehrere, beispielsweise im Stall bei den Pferden. Oder bei einem Ausritt in die Natur, im Wald.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Kind habe ich bei uns im Ort viele Jahre lang die Mittwochszeitung ausgetragen.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe Geld immer schon gerne gespart. Die erste große finanzielle Investition, die ich getätigt habe, war für maßgeschneiderte Reiterstiefel. Die kosteten damals sagenhafte 700 Mark, die habe ich heute noch, von so ausgezeichneter Qualität sind sie. (schmunzelt)
Wo findet man Sie am ehesten?
Irgendwo auf dem Gestütsgelände, ansonsten im Büro.

Welches Buch lesen Sie denn gerade?

Ich habe gerade von Arnaldur Indridason „Eiseskälte“ ausgelesen. Ein grandioser Kriminalroman.
Was stört Sie an anderen?
Besonders Falschheit, die hasse ich regelrecht. Denn ich bin ein sehr direkter Typ. Ich wünsche mir immer ein ehrliches Aufeinanderzugehen, denn ich bin ein sehr kritikfähiger Mensch. Wahrheit bringt zwar mehr Probleme mit sich, zahlt sich aber letztendlich immer aus.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ein Stück weit meine Mutter, sie musste so viel meistern in ihrem Leben. Sie hat mir unter anderem Fleiß, Sauberkeit und Nächstenliebe vermittelt. Ihr wertvollster Ratschlag an mich: Gib niemals auf, nach jedem Berg folgt auch wieder ein Tal.
Was würden Sie gern noch können?
Mit meinem Pferd „Feines Mädchen“ eine halbwegs saubere L-Dressur zu reiten. Das ist gar nicht so einfach. (lacht aus tiefstem Herzen)
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
In erster Linie meine liebevolle Familie, die, aus der ich komme und die, die man sich im Laufe seines Lebens selbst schafft. Familie ist das Wertvollste und Wichtigste auf dieser Welt. Sie hält und trägt uns.
Sind Sie ein Kopf- oder eher ein Bauchmensch?
Beides, obwohl das Bauchgefühl überwiegt und im Zweifel vom Kopf korrigiert wird.
Wonach suchen Sie im Leben?
Nach Harmonie, Anerkennung und innerer Zufriedenheit. In sich selbst zu ruhen, ist ein unheimlich schönes Gefühl.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Quark und Erdbeermarmelade, noch gekauft, aber vielleicht demnächst mal selbstgemacht, wenn wieder Saison ist.
Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Seit drei Jahren steht noch unsere Hochzeitsreise auf die Malediven an. Wir haben es aus Zeitgründen einfach noch nicht geschafft, dorthin zu reisen. Uns diesen Traum zu erfüllen, wäre ein Traum....
Wen würden Sie gern mal treffen?
Unseren letzten Bundespräsidenten Joachim Gauck. Mit ihm kann man sich bei einem Glas Rotwein bestimmt amüsant und tiefgreifend über Gott und die Welt austauschen. Ich habe seine wohlklingenden Reden und Botschaften immer gerne gehört.
Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
Hilfsbereit.
Wo ist für Sie Heimat?
Im Rheinland, da, wo meine Wurzeln sind, ist auch für mich Heimat.
Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Die Sehnsucht des Ankommens. Wir waren zehn Stunden unterwegs, um an den Gardasee zu kommen. Und das mit einem Wohnwagen. Es war eine nervig lange Reisezeit für mich als Kind.
Wenn Sie kochen oder Essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Deutsche und italienische Küche. Mein Leibgericht ist Sauerkraut und Kartoffelpüree. Fleisch muss nicht unbedingt sein, wenn, dann ein gutes Steak, nur von der Flamme geküsst. Antipasti und hauchdünne Pizza aus dem Steinofen mit Spinat oder Paprika, lecker.....
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf Wasser....
Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
1. Mehr Zeit mit meinem Mann Jürgen.

2. Ein oder zwei Hunde, die uns beiden gefallen, wir streiten noch über die Rasse.

3. Gesundheit für meinen Vater, der krank ist.

Wem sollen wir ebenfalls diese Fragen stellen?

Margret Denissen aus Wöbbelin, sie kümmert sich sagenhaft gut um unsere Pferde.

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