SVZ-Fragen zum Wochenende : Liebe als Anker und Rückhalt

André Behncke lebt gern in Vellahn, hat hier seinen Lebensmittelpunkt.
André Behncke lebt gern in Vellahn, hat hier seinen Lebensmittelpunkt.

André Behncke aus Vellahn mag keine Maulfaulheit, liebt ganzjähriges Rindfleisch-Grillen und möchte mal mit den Kindern nach Kanada

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19. März 2016, 12:00 Uhr

Einen Familienbetrieb in die nächste Generation zu führen, birgt jede Menge Verantwortung. Vor 16 Jahren übernahm André Behncke von seinem Vater die Tischlerei im Ort. Heute stehen bei ihm 17 Mitarbeiter in Lohn und Brot. Familie und Firma sind seitdem für den gebürtigen Vellahner nach eigenem Bekunden das wichtigste im Leben. Dass er ein Liebhaber von Aktivurlaub sei, verrät der Tischlermeister überdies. Immer an der frischen Luft, viel Spaß mit Frau sowie den drei Kindern und um sich herum das Alpenpanorama genießen, das sei ihm beim Ski-Fahren unverzichtbar. Was den 41-Jährigen sonst noch an- und umtreibt, erfuhr unser SVZ-Redakteur Thorsten Meier bei den beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Glaube an dich selbst. Der Wille versetzt Berge.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

In der Tischlerei. Ich bin aber auch viel auf Baustellen unterwegs. Meine Arbeitswoche hat meistens 50 Stunden und mehr.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Ich habe als Schüler kleine Regale gebaut und auf dem Vellahner Weihnachtsmarkt verkauft. Das waren fünf Stück, die bin ich alle losgeworden. Es gab 120 Ostmark fürs Stück. Das war eine Menge Geld.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Für einen Atari-Computer, den habe ich unter der Hand von jemandem abgekauft. Den brauchte ich für PC-Spiele, da war ich mal ganz scharf drauf. (grinst)

Wo findet man Sie am ehesten?

In der Firma. Selbstständig bedeutet eben auch selbst und ständig.

Was stört Sie an anderen?

Wenn jemand maulfaul ist. Das ist dann eine besonders anstrengende Art der Kommunikation, die mich unheimlich nervt.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Curt Pomp, das ist ein Architekt aus Lüneburg. Der hat dort die Altstadt gerettet. Das war seine Lebensaufgabe, für ihn habe ich immer gern gearbeitet. (Mehr als 60 Häuser in der Altstadt und weitere 70 in der Innenstadt hat Pomp vor dem Abriss bewahrt. In Lüneburg kämpfte er für den Denkmalschutz, noch bevor er überhaupt in Deutschland eingeführt wurde. Er hat den „Arbeitskreis Lüneburger Altstadt“ (ALA) zur Rettung der alten Häuser ins Leben gerufen und gründete das „Atelier für Restaurierung und Bauplanung“ (ARB), das sich auf die jahrhundertealten Bauten spezialisierte. (Anm. d. R.)

Was würden Sie gern noch können?

Tennisspielen, denn da verzweifele ich regelmäßig. (lacht)

Was bedeutet für Sie persönliches Glück?

Mehr positive als negative Tage.

Wen würden Sie gern einmal treffen?

Den Fernsehmoderator Günter Jauch. Den finde ich interessant und er hat einen intelligenten Humor.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?

Ein gutes Stück Rindfleisch. Ich grille leidenschaftlich gern, das ganze Jahr über. Also auch im Winter, das macht viel Spaß.

Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?

Steakhouse-Küche in allen Variationen. Rustikal, denn Fleisch ist mein Gemüse. (lacht)

Worauf könnten Sie niemals verzichten?

Auf meine Familie.

Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?

Ich würde gern noch mal nach Kanada reisen, mit einem Camper. Drei Wochen mit den Kindern als eine Art Studienfahrt. Wir waren 2006 schon mal dort, ein faszinierendes Land.

Könnten Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?

Nein, das kann ich nicht.

Wo ist für Sie Heimat?

Heimat ist Vellahn. Wir arbeiten auch viel in Hamburg, aber ich mag das Großstadtgewusel dort nicht so sehr und bin immer wieder froh, wenn ich die Stadt im Rückspiegel sehe.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten ... ?

Erstens: Mehr Zeit für mich und die Familie. Zweitens, dass die Firma sich weiterhin so erfolgreich entwickelt, wie bisher. Drittens, dass ich körperlich bisschen fitter werde.

Verraten Sie uns etwas, das keiner von Ihnen weiß?

Da gibt es nichts.

Wie wichtig ist die Liebe in Ihrem Leben?

Liebe ist für mich Anker und Rückhalt, ich bin seit 17 Jahren glücklich verheiratet.

Welche Erinnerung verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?

Das war 1991 eine Reise mit dem Flugzeug nach Spanien. Mein Vater, ein Altgeselle und ich hatten beruflich auf einem Kreuzfahrtschiff zu tun. Wir haben dort an Bord eine Sauna und einen Fitnessraum gebaut.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?

Maren Schomann vom „Gasthaus im Bruch“ in Vellahn.

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