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Kinder für das Tanz- und Schwarzlichttheater gesucht : Licht aus, Schwarzlicht-Spot an

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Die schwarz gekleideten Mädels gehen in Position. Licht aus, Schwarzlicht-Spot an. Los geht es mit einem Element der Märchenaufführung "Der Nussknacker", die im Dezember auf die Bühne gebracht werden soll.

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erstellt am 08.Feb.2012 | 08:53 Uhr

Hagenow | Am liebsten wollen sie alle auf die Bühne. Doch für die Figur der Shiva braucht André Manecke nur sechs Darsteller. Die schwarz gekleideten Mädels gehen in Position. Licht aus, Schwarzlicht-Spot an. Los geht es mit einem Element der Märchenaufführung "Der Nussknacker", die im Dezember auf die Bühne gebracht werden soll.

14 Mädchen und ein Junge aus dem Landkreis wagten jetzt das Experiment, Tanz- und Schwarzlichttheater zu kombinieren. Freizeithaus-Leiterin Simone Förster hofft, damit junge Talente für ihre Aufführung zu gewinnen. Das erste Probenwochenende ist vom 20. bis 22. April geplant. "Jeder der Spaß und Lust darauf hat, kann mitmachen", beschreibt die Pädagogin die Grundvoraussetzungen.

Dabei ist das Schwarzlichttheater nur ein Teil des großen ASB-Toleranz-Projektes "Der Nussknacker knackt die Nuss" - der Nachfolger vom "Kleinen Prinzen" aus 2010. Von Juni bis Dezember werden in den Schulen viele kleinere Projekte zum Thema Toleranz, Vielfalt und Solidarität angeboten: Diskussionsrunden in den Klassen, kreatives Arbeiten oder Interaktionsspiele. Am Märchen "Der Nussknacker" entlang will das Freizeithaus vermitteln, dass alle Menschen Grundrechte besitzen und diese nur durch Toleranz und aufmerksamen Umgang miteinander Wirklichkeit werden können.

Im Juni heißt es zudem "Fremdes entdecken" - ein Tag für Schüler der 6. und 7. Klassen im Freizeithaus, an dem es um Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Wurzeln geht. Geplant sind außerdem die jährliche Stadtrallye zum Thema Nussknacker, ein Nussschalenrennen zum Kindertag und als Höhepunkt das Nussknackerfest am 2. Dezember, das von allen Beteiligten gestaltet wird. Verschiedene Wettbewerbe und Aufführungen inklusive.

Warum die Wahl für den Projekttitel in diesem Jahr auf den Nussknacker fiel? "Durch das Märchen erfährt ein Kind über Bilder und Symbole etwas über sich und seine innere Welt", so Simone Förster. Verbunden mit einer beeindruckenden Musik träume es von einem Menschen, der sich in Konflikten bewähren muss und für seine Ideale einsteht. Über die Kombination aus Tanz- und Schwarzlichttheater solle den Kindern ein Stück Kulturgut und menschliche Werte vermittelt werden.

Zudem stärke es die Charaktere der Kinder, so Theaterpädagoge André Manecke, der die Gruppe bis zum Dezember mit den beiden Tanzpädagogen betreut. Er weiß, dass das Medium Schwarzlicht die sozialen Kompetenzen der jungen Künstler stärkt. Auch bei Kindern mit Hemmungen, denn die Person spiele nur sekundär eine Rolle. Andererseits fördere es die Teamarbeit. "Denn hinter den Kulissen muss das Zusammenspiel stimmen", sagt André Manecke. Die Kombination aus Tanz und Schwarzlicht findet Emma Schäpe aus Pampow ganz toll. Ob die zwölfjährige dabei bleibt, ist noch nicht entschieden. Auf jeden Fall sollten sich die Teilnehmer darüber bewusst sein, dass sie neben Spaß auch Disziplin mitbringen müssten, so Simone Förster. Denn jeder Künstler würde Verantwortung für seine Rolle übernehmen. Anmeldungen nimmt die Freizeithausleiterin unter 03883-722621 entgegen.

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