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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 06:11 Uhr

Wölzow : Leidenschaftlicher Eselfreund

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Warum das Geschenk zum 50. Geburtstag für Norbert Fenske so überwältigend war

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 18:02 Uhr

Vielen ist Norbert Fenske (67) aus Wölzow bestens bekannt. Zu Festen und Umzügen ist er oftmals mit seinem Eselgespann dabei. Auch beim Landeserntedankfest in wenigen Wochen will er mit seinen Eseln auf Tour gehen. Übrigens war vor zehn Jahren das Landeserntedankfest in Kirch Jesar, und auch damals zogen seine Esel die Kutsche. Die vier Tiere sind in Wölzow, auf dem Eselhof „Flinke Hufe“ zu Hause. Die gesamte Familie kümmert sich um die Tiere. Der Wölzower studierte in Wismar in der Zeit von 1965 bis 1968 mit dem Abschluss Bauingenieur, legte dann von 1980 bis 1986 den Hochschulabschluss im konstruktiven Ingenieurbau nach. Zu DDR-Zeiten arbeitete er als Planer beim Landbau in Wittenburg und machte sich nach der Wende selbstständig. Seit Ende 1992 arbeitet er als Planer, Baubetreuer und Statiker.

Obwohl er mittlerweile Rentner wurde, kann er an das Aufhören nicht denken. Als Bau-Fachmann bringt er sich derzeit mit seinem Fachwissen im Auftrag der Stadt Wittenburg als Bauleiter in die Sanierung der historischen Mühle mit ein. Mehr noch. Es ist ihm eine Herzensangelegenheit, maßgeblich dabei mitzuwirken, das Denkmal instand zu setzen. War er doch Jahrelang Vorsitzender des Wittenburger Mühlenvereines und ist daher mit der interessanten Technik der Wittenburger Windmühle vertraut. Dieter Hirschmann von der SVZ stellte dem Wölzower die Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Wittenburg?

Hier an der Eselscheune in Wölzow. Hier sind wir bei den Tieren dicht bei, und es ist fast so wie Urlaub auf dem Bauernhof für mich, wenn ich mehr Zeit hätte. Was meinen Lieblingsplatz in Wittenburg betrifft, dann gehe ich natürlich gerne auf das Mühlengelände.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als Student habe ich in Wismar mit weiteren Kommilitonen über die damalige KWV in einem Wohngebiet Schornsteinköpfe repariert. An jedem Wochenende mindestens drei, vier Köpfe. Das hat mir damals Spaß gemacht und wir haben dabei Geld verdient.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Wir konnten als Studenten das Geld gebrauchen und haben es für Studienmaterial ausgegeben.

Was würden Sie als Bürgermeister sofort anders machen?

Bürgermeister in Wittenburg zu sein, ist ein schwieriges Amt. Ich könnte jetzt nicht sagen, was ich anders machen würde, aber ich sehe das große Problem des Zusammenführens dieser Fraktionen der Stadtvertretung. Denn wenn man was für die Gemeinde tun will, kann man sich nicht nur streiten, dann muss man Wege finden, um an einem Strang zu ziehen.

Wo findet man Sie am ehesten?

Wenn ich nicht im Dienst bin, am ehesten hier bei den Eseln, auf der Koppel oder beim Futter machen. Wenn ich im Dienst bin, dann im Büro oder auf den Baustellen.

Was würden Sie gerne noch können?

Ich hätte gern mehr Grundkenntnisse im Bereich Veterinärmedizin, um bei Wehwehchen der Esel schnell mal eingreifen zu können.

Was stört Sie an anderen? Unzuverlässigkeit, Unpünktlichkeit, und Leute, die eigene Fehler stets auf andere zu schieben versuchen.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Für mich ist ein Held ein Mensch, der still und beständig seine Arbeit macht und dabei ehrlich bleibt.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Wochenende.

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