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Hagenower Kreisblatt

18. Dezember 2017 | 21:39 Uhr

Perdöhl : Leidenschaft für Fahrzeugtechnik

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Siebter Oldtimer- und Teilemarkt lockte nach Perdöhl - Herford-Hof begeht im September Firmenjubiläum

Der Erfolg einer Veranstaltung hängt nicht unwesentlich vom Wetter ab. Das weiß auch Helene Thal, die am gestrigen Sonntag zum mittlerweile siebten Mal zum Oldtimer- und Teilemarkt auf das Gelände ihres Herford-Hofes einlud. Die rührige Chefin des Biohofes konnte trotz ihres stets großen Optimismus die Enttäuschung ob des miserablen Wetters mit strömenden Regen nicht verbergen, dass sowohl Oldtimerbesitzer als auch die sonst so zahlreichen Besucher lieber im trockenen zu Hause geblieben waren.

Helene Thal ist nicht nur eine überzeugte Biobäuerin, sondern auch von Jugend an begeisterter Oldtimerfan. In ihren Scheunen schlummern unter anderem noch zahlreiche nostalgische Mopeds der bekannten Marken SR1, Spatz, Star oder Schwalbe. Diesen soll in den nächsten Jahren wieder Leben eingehaucht werden, insofern die Zeit und das nötige Kleingeld dafür vorhanden sind. „Kinder und alte Frauen stehen auf alles, was knattert und stinkt“, begründet Helene Thal schmunzelnd ihre große Leidenschaft für die historische Fahrzeugtechnik.

Die Geschäftsfrau nutzte auch die Gelegenheit, ihren Biohof näher vorzustellen. Seit August 1990 gibt es diesen Herford-Hof in Perdöhl nun schon. Daher feiert der Betrieb in diesem Jahr sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Im Gespräch mit der SVZ kündigte Helene Thal für den 20. September ein großes Hoffest in Perdöhl an.

Seit vielen Jahren mit von der Partie, wenn es um das Perdöhler Oldtimertreffen geht, ist Hans Stolz aus Trittau. Der 66-jährige ehemalige technische Leiter eines Großhandelsunternehmens war am Sonntag bereits früh um sechs Uhr auf dem Biohof, um seinen Stand mit Ersatzteilen aller Art aufzubauen. Doch pünktlich beim Eintreffen der ersten Interessenten musste Stolz seinen Stand mit großen Planen abdecken, um die Waren vor dem Dauerregen zu schützen.

„Trotz alledem werde ich auch in Zukunft dem Oldtimermarkt die Treue halten, denn für das bescheidene Wetter und die damit ausbleibenden Gäste kann nun mal niemand etwas“, sagt Hans Stolz. Er hatte wenigstens noch einen trockenen Sitzplatz unter einem großen Schleppdach gefunden, um auf eventuell besseres Wetter warten zu können.

Die Oldtimerbesitzer, die den Weg nach Perdöhl fanden und nicht gleich wieder unverrichteter Dinge umdrehten, wurden mit einem Gratisessen vom Herford-Hof belohnt. Detlef Kloß kümmerte sich am großen Holzbackofen um den Krustenbraten, der den Automobilefans gemeinsam mit Bratkartoffeln und Krautsalat mundete.

Wie auf so vielen anderen Märkten der Region konnten Interessierte vom Hagenower Ortschronisten Kuno Karls seine bekannten Mecklenburger Schriften erwerben.

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