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Hagenower Kreisblatt

16. Dezember 2017 | 18:00 Uhr

Bantin : Leben mit Mutter Natur befördern

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

ASB-Kita Bantin erhält naturnahen Spielplatz/Eröffnung am 17. September um 17 Uhr/über 92 000 Euro Fördermittel gibt das Land

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 17:00 Uhr

„Das Ziel der Umweltbildung wird in Bantin besonders gut umgesetzt“, lobt Madeleine Kusche als Zuständige für das Leader-Regionalmanagement der LAG Mecklenburger Schaalseeregion. Und meint damit das Projekt „Naturnaher Spielplatz“, das derzeit an der örtlichen ASB-Kita umgesetzt wird. Am Mittwoch, dem 17. September, soll es dann für die Mädchen und Jungen um 17 Uhr freigegeben werden. Gefördert wird diese Maßnahme vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg zur Verbessserung der Infrastruktur im ländlichen Raum mit 90 Prozent (92 404,80 Euro) der Kosten. Die letzten zehn Prozent trägt der ASB-Ortsverband Hagenow als Träger der Einrichtung. Der Zuschlag zur Umsetzung des Auftrages ging nach erfolgreicher Ausschreibung mit aktiver Unterstützung des Bauamtes der Stadt Zarrentin an die ortsansässige Gala-Bau von Agnieszka Reinke in Hof Gallin.

„Es ist viel Kraft und Liebe in dieses Vorhaben gesteckt worden“, sagt Norbert Meyer, der ASB-Geschäftsführer. Kita-Chefin Katrin Prösch und ihr Erzieher-Team hätten zusammen mit Landschaftsplaner Armin von Richthofen das Projekt vor zwei Jahren entwickelt. „Ein Frühstückspavillion, der auch von der Gemeinde für öffentliche Veranstaltungen und Feste genutzt werden kann, befindet sich gleich am Eingang zum Spielplatz. Weideanlage, Tiergehege, Seilbahn, Aussichtsturm, Kräuterbeete, Kleinspielfeld, Lümmelbank und Gerätehaus vervollständigen die Anlage, die neue Bildungsanreize schaffen soll. Das Motto heißt ,Leben mit der Natur und das Erleben in der Natur’“, erklärt Meyer den pädagogischen Ansatz.

Seit 1999 sei die Kita aktiver Mitstreiter und Partner des Fördervereins Biosphäre Schaalsee beim Apfeltag. Viele gemeinsame Exkursionen, Aktionen sowie Wiesen- und Kräuterwanderungen hätten 2008 zur Bachpatenschaft vom örtlichen Hammerbach geführt.

Entstanden ist die Idee dieses Projektes übrigens im Zuge des gefassten Beschlusses der Stadt Zarrentin aus dem Jahre 2010, diesen Kita-Standort zu erhalten. Um die Platzkapazitäten von 54 auf 82 erhöhen zu können, folgte die Planung für einen ErsatzNeubau am gleichen Standort, nur einen Steinwurf vom jetzigen Gebäude entfernt. Bauanträge sind geprüft und genehmigt, es fehlt aber noch an den notwendigen Fördermitteln. „Ohne die ist kein Ersatzneubau möglich“, macht Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger im SVZ-Gespräch deutlich. Die Anträge an die zuständigen Ministerien des Landes seien gestellt und intensive Gespräche würden geführt.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Eigenmittel bereits eingeplant. Am 14. Oktober haben wir zusammen mit dem Vellahner Bürgermeister Ulli Stein bei Lorenz Caffier und Dr. Till Backhaus den nächsten Gesprächstermin.“

Für Landschaftsplaner Armin von Richthofen war das Umsetzen der Ideen vieler eine Aufgabe, die ihm Spaß gemacht habe. „Für Kinder etwas zu planen, mache ich gern“, gesteht der 54-Jährige, der auch den öffentlichen Spielplatz in Nieklitz, wo er zu Hause ist, auf Papier gebracht hat. Danach war er für die Kita in Kogel aktiv geworden. „Das Bantiner Vorhaben war schon eine Herausforderung. Ich denke aber, dass sich das Ergebnis wirklich sehen lassen kann.“

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