Drönnewitz : Lebe jetzt und heute

Kunstmaler und Grafiker Matthias Bargholz in seinem Atelier in Drönnewitz.
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Kunstmaler und Grafiker Matthias Bargholz in seinem Atelier in Drönnewitz.

Matthias Bargholz macht mit seiner Kunst auch Engel und Dämonen sichtbar

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05. Dezember 2014, 16:30 Uhr

Es sind Motive aus der Natur, die das Schaffen von Kunstmaler und Grafiker Matthias Bargholz beeinflussen. Und es sind jene Dinge zwischen Himmel und Erde, die der Betrachter nicht auf den ersten Blick erkennt, die der 55-jährige Drönnewitzer aber mit seinen Bildern sichtbar macht: die Elfen, die Götter, die Engel und Dämonen, die zuweilen unseren Geist erhellen und manchmal auch verdunkeln. Er beantwortet Dieter Hirschmann von der SVZ die Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Auf das Alltagsleben bezogen sage ich: Lebe jetzt und nicht später. Auf mein künstlerisches Schaffen bezogen möchte ich hier an einen Gedanken von Bettina von Arnim aufmerksam machen, den ich sehr interessant für mich finde: Ohne Zauber kann der innere Mensch nicht erscheinen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Das ist mein Atelier, zudem gibt es hier in Mecklenburg viele schöne Stellen, insbesondere am Schaalsee. Und wenn ich verreise, dann ist es Fischland Darß.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mein erstes Geld habe ich mit dem Sammeln von Altstoffen verdient. Mein erstes Gehalt verdiente ich mir als Schüler als Friedhofsgärtner.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Ich wollte mir unbedingt für die Sommerferien ein Schlauchboot kaufen, was dann auch geklappt hat.

Wo findet man Sie am ehesten?

Im Atelier.

Was stört Sie an anderen?

Humorlosigkeit. Leute, die nicht lachen können und die über sich selber auch nicht lachen können, finde ich sehr verdächtig.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Wenn man als Kind bewusst zu denken anfängt, ist es wahrscheinlich der Vater. Mein Vater hat mich sehr stark geprägt, er hat mich an die Kunst heran geführt. Wenn man älter wird, wandeln sich die Helden. Bei mir waren es dann Paul Klee oder Kandinsky oder Nolde. Und je älter man wird, um so kurzlebiger werden diese Helden und irgendwann findet man sich selber und die Helden werden knapper.

Was würden Sie gerne noch können?

Ein Musikinstrument spielen.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?

Glücklich bin ich, wenn ich male.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Julian Schnabel, ein amerikanischer Maler und Filmemacher, der in New York lebt. Den finde ich großartig.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Sonnabend.

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