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Hagenower Kreisblatt

23. August 2017 | 06:25 Uhr

Neuhaus : Lange Umwege zur Kita

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Seit gestern Vollsperrung der B195 zwischen Sumte und Neuhaus. Problematisch für die Elbranddörfer

Wochenlange Umwege in der Gemeinde: Seit gestern ist die B195 zwischen Boizenburg und Neuhaus voll gesperrt. Umgeleitet wird über die B5, L05 und L232 – etliche Kilometer. Diese „Riesenumwege sind natürlich problematisch“, schätzt Bürgermeisterin Grit Richter. Vor allem für Anwohner aus den Elbranddörfern, die ihre Kinder zum Kindergarten bringen müssen. „Es ist klar, dass Umwege entstehen“, sagt auch Annette Padberg vom Niedersächsischen Straßenbauamt gestern auf Nachfrage. Aber es hätte keine andere Möglichkeit gegeben. So sei es die verträglichste Lösung.

Nachdem der erste und zweite Bauabschnitt seit dem 23. Juni von der Landesgrenze MV bis nach Niendorf und Sumte „sehr gut gelaufen“ sind, nun der Start in den dritten Abschnitt. Bauleute haben gestern Schilder für die neue Verkehrsführung aufgestellt. Bis zum 12. August fräsen dort dann Maschinen neun Zentimeter der kaputten Deckschicht ab und bauen sie samt Binder wieder auf. Ohne Vollsperrung hätte es deutlich länger gedauert, sagt Annette Padberg. Wenn eine halbseitige Sperrung überhaupt möglich gewesen wäre angesichts der geringen Straßenbreite. Und das Straßenbauamt ist zuversichtlich, dass die Arbeiten schnell abgeschlossen sind. „Wir liegen gut im Zeitplan.“

Dennoch lässt sich das Amt den ursprünglich geplanten vierten Bauabschnitt als Option. Eigentlich sollten vom 15. bis 26. August Arbeiten in den Kurvenbereichen zwischen Landesgrenze und Sumte stattfinden. Doch das konnte aufgrund des guten Baufortschritts bereits in den ersten beiden Bauabschnitten mit erledigt werden.

Die Neuhauser Bürgermeisterin Grit Richter freut sich über jeden Straßen- und Radwegebau in ihrer Gemeinde. Für die B195 sei es ihr aber wichtig gewesen, dass die Arbeiten in den Ferien stattfinden, weil dort auch der Schulbus verkehrt. „Wenn es geht“, versuche das Straßenbauamt auch, es so einzurichten, sagt Annette Padberg.

Der öffentliche Nahverkehr soll während der Bauzeit bis auf kleine Einschränkungen fahrplanmäßig erfolgen. Bei Änderungen werden die Fahrgäste rechtzeitig durch Aushänge an den Bushaltestellen informiert. Für Störungen und Beeinträchtigungen bittet das Straßenbauamt alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger an der Bau- und den Umleitungsstrecken um Verständnis.

Kostenpunkt der Sanierung an der knapp acht Kilometer langen Strecke: rund eine Million Euro. Sie werden vom Bund getragen.

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erstellt am 26.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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