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Hagenower Kreisblatt

24. Oktober 2017 | 02:35 Uhr

Landwirtin - das wäre was für Marie

vom

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2011 | 06:20 Uhr

Hagenow | Marie Lenz hat schon den richtigen Blick und ein gewisses Gefühl für Tiere. Sie geht in die 9. Klasse der Europaschule in Hagenow. Das Kälbchen kommt auch zu ihr und sie hatten gleich einen guten Draht. Marie und Katy Saar, ebenfalls Europaschule, schauten sich gestern am Girls Day in der Milchviehanlage Brink GbR in Toddin um. Natürlich waren die 22 Kälber besonderer Anziehungspunkt. Stolz führte die 21-jährige Nicki Wölfer, sie hat hier Landwirtin gelernt, die beiden Mädchen durch die Anlage. Die junge Frau konnte sich noch sehr gut an die eigene Teilnahme am Girls Day als Schülerin erinnern. Sie hat ihren Beruf gefunden, die beiden Mädchen von der Europaschule testen noch, wobei Marie sich schon den Beruf Landwirtin vorstellen kann. Nur schauen und Kälbchen streicheln - das war nicht alles. Die Beiden haben richtig mit angefasst, da galt es zum Beispiel die Milcheimer für die Kälber zu säubern. Und Spaß hat es gemacht, wie sie bestätigten. Landwirtin und Chefin mit auf dem Hof, Gea van Burgsteden, hat viel Verständnis dafür, dass sich die Mädchen hier ausprobieren.

Großes Interesse der Mädchen für die Bundeswehr

Das taten am gestrigen Mädchen-Zukunftstag auch 27 Schülerinnen der Klassen sechs bis elf in der Ernst-Moritz -Arndt Kaserne in Hagenow. Um 10 Uhr wurden sie vom Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 401, Oberstleutnant Andreas Kühne, begrüßt. Von der Auftaktveranstaltung in Dömitz kommend schaute auch die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung Margret Seemann bei den Schülerinnen in der Kaserne vorbei. Begleitet wurde sie von zwei Schülerinnen aus Dömitz und Bad Doberan, um ihnen am Girls Day ihre eigene politische Arbeit näher zu bringen.

An sieben Stationen, darunter "Leben im Felde", "Persönliche Ausrüstung" und Besichtigung des Unterkunftsbereiches, bekamen die Schülerinnen ausschnittweise einen kleinen Einblick in den Beruf des Soldaten und in den Soldatenalltag. Wie Anne Buchal, Jessy Werbycki und Anna-Lena Gutzke vom Elbegymnasium Boizenburg (alle 15 Jahre), interessierten sich die Mädchen auch für spezielle Tätigkeitsbilder im Sanitätsdienst, im Feldjägerdienst und natürlich für das "Panzergrenadiergeschäft". "Wir haben uns im vergangenen Jahr schon bei der Polizei in Ratzeburg umgeschaut", so Anna-Lena, "jetzt wollten wir zur Bundeswehr, uns informieren wie das hier so läuft". Insgesamt, so erfuhren die Schülerinnen, sind im Panzergrenadierbataillon 401 28 Soldatinnen überwiegend als Fachdienstunteroffiziere eingesetzt.

An der Technik mal ausprobiert

Wesentlich weniger Frauen sind dagegen in der M & S Baumechanik GmbH in Hagenow. In dem mittelständischen Unternehmen, das zur Nutzfahrzeugbranche gehört, werden unter anderem Anhänger, Sattelauflieger und Maschinen für den landwirtschaftlichen Bereich hergestellt. 38 Mitarbeiter hat die Firma. Dirk Friemann, Geschäftsführender Gesellschafter, könnte sich schon vorstellen, dass Frauen auch als Konstruktionsmechaniker oder Industriemechaniker im Betrieb arbeiten. So gab man sich im Unternehmen auch sehr viel Mühe, um Zoe Sprenger von der Hagenower Heincke-Schule, Nadja Voss, Lea Steil und Juliane Prien aus der 7. Klasse des Robert-Stock-Gymnasiums Hagenow den Betrieb ausführlich zu erklären. Und sie konnten sich dann auch noch selbst unter Aufsicht an der Technik ausprobieren.

Lara Brümmel, Jennifer Thormann und Sandra Boldt ( 7. Klasse ) vom Robert-Stock-Gymnasiums durften uns gestern in der Redaktion über die Schulter schauen, wie die heutige Ausgabe der SVZ produziert wurde. Sie erlebten mit, wie der Beitrag über den Girls Day entstand.

Zufrieden äußerte sich Heike Schweda, Gleichstellungsbeauftragte und Mitorganisatorin des Girls Day, über das Engagement der Betriebe und das Interesse der Mädchen.

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